Klein, aber fein

Am 20.February.2011 schrieb elmar in Allgemein 1 Comment »

Sonntag morgen. 7 Uhr aufwachen, die schrägen Träume rotieren langsam aus. Im Halbschlaf plane ich, umzuräumen, mein Zimmer, meine Followings, mein Leben. Letzteres wird erstmal gestrichen, zu früh für Pathos.

Eine Handvoll verlesener Tweeples halten müde meine Timeline am Leben, da flattert ein Tweet herein: “TyrolVideo You’d like to see the best video of all time? I have to disappoint you, it’s just my new video:  http://youtu.be/HQnnl2oUuYo”. Ich klicke, schaue, staune. Was für eine Idee… Ganz davon abgesehen, dass ich das gespielte Lied liebe (ich verrate den Titel hier nicht, kommt selber drauf).

Neugierig geworden, klicke ich weiter und entdecke ein kleines Juwel nach dem anderen. Ideen, auf die man erstmal kommen muß und die – obwohl der zugrunde liegende Gedanke bald klar wird – immer wieder überraschen. Ein paar der Videos füge ich hier ein, aber am schönsten ist natürlich, wenn ihr selber auf Entdeckungstour geht. Ich wünsche Euch schon jetzt viel Spaß dabei.

Schöne Hommage an den Shuffle. Tolle Musik dazu.

Gutes Beispiel für den typischen “TyrolVideo-Effekt”. Erst fragt man sich, was das soll, dann schaut man nochmal hin und schliesslich kommt das grosse “Ahhhh”.

Quelle: http://www.youtube.com/user/TyrolVideoStudios

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Die Stadt der Blinden – Ein Endzeitdrama

Am 30.January.2011 schrieb elmar in Allgemein 1 Comment »

Was ist so reizvoll an Endzeitfilmen? Ist es die Konfrontation mit unseren Urängsten vor Untergang und Vernichtung? Die beklemmenden Szenarien von Zerstörung, Naturgewalten und Aussichtslosigkeit? Oder das Ende von Moral und gesellschaftlichen Regeln, der brutale Kampf um Macht, Besitz und – nicht zuletzt – das Überleben?

“Die Stadt der Blinden” (Originaltitel: Blindness) ist ein 2008 erschienener Endzeitfilm, in dem in einer ungenannten Stadt plötzlich und ohne nachvollziehbaren Grund viele Menschen erblinden. Aus Angst vor Verbreitung einer vermeintlichen Seuche sperrt die Regierung sie in eine verlassene psychatrische Anstalt und überläßt sie dort sich selbst, streng bewacht von Soldaten, die jeden töten, der zu fliehen versucht. Mit der zunehmenden Anzahl der Internierten verschlechtern sich auch Versorgung und hygienische Situation zunehmend, es kommt zu immer mehr Gewaltausbrüchen. Schliesslich reisst eine Gruppe die Kontrolle der Nahrungsmittelvorräte an damit die Macht in der Anstalt an sich, die letzten Anzeichen von Zivilisation verschwinden in Gewalt und sexuellem Mißbrauch. Den Rest des Beitrags anzeigen »

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Twitter und das Erdbeben

Am 29.June.2010 schrieb elmar in Allgemein 4 Comments »

Obwohl seit fast zwei Jahren in Twitter angemeldet, habe ich erst vor ein paar Monaten angefangen, “richtig” zu twittern und fleissig anderen Leuten zu folgen. Schnell habe ich Leute kennengelernt, mit denen ich mich inzwischen täglich und nicht nur über Twitter austausche. Wir reden über Fotografie, spielen Carcassonne und fülosofieren, was das Zeuch hält. Ein faszinierendes Konzept von “Social Networking”, welches auch Firmen und Spammer langsam für sich entdecken.

Diese Nacht, in der ich zufälliger- und glücklicherweise gearbeitet habe, zeigte sich mir Twitter noch von ein einer anderen Seite. Einer, die ich bisher nur aus Berichten und Erzählungen anderer mitbekommen habe… als rasantes Informations-Weiterverbreitungs-Medium.

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Was ist so toll am iPad?

Am 13.June.2010 schrieb elmar in Allgemein Keine Kommentare »

Als ich das erste Mal während der Januar-Keynote das iPad sah, war meine Reaktion “Was in aller Welt ist DAS denn? Ein zu gross geratener iPod touch?”. In der Tat ist das auch heute noch ein häufiger Kommentar, der jedoch bei Apple-Ignoranten kaum verwundert. Aber bei einem Apple-Fanboy wie mir?

In der Tat bringt das iPad im Vergleich zum iPhone oder iPod touch kaum etwas Neues. So gut wie alles, was man heute mit dem iPad erledigen kann, beherrschen bereits die kleinen Brüder. Schlimmer noch: Das iPad hat nicht einmal eine Kamera, man kann weder damit telefonieren noch SMSe schreiben. Was also macht Teil so anziehend?

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Twonkymedia Server – UPnP Server für ein Openfiler NAS

Am 20.May.2010 schrieb elmar in Allgemein Keine Kommentare »

Vor einiger Zeit habe ich mir ein NAS mithilfe des Intel SS4200 und einem auf rPath Linux aufbauenden Openfiler aufgebaut. Die offene Struktur lädt zur Installation weiterer Tools und Programme ein, was auf einem “Out-of-the-Box”-NAS nicht immer möglich ist. Eine interessante Sache für das digitalisierte Heim ist die Installation eines UPnP-Servers, der die ohnehin schon auf dem NAS liegenden Inhalte (Bilder, Filme, Musik) im (W)LAN zur Verfügung stellt. In vielen aktuellen Fernsehern (z.B. in meinem Samsung UE46B8000) finden sich UPnP-Clients, mit denen man genau diese Inhalte wiedergeben kann. Oder man verwendet externe Clients wie den CinemaTube, der dann wieder an das TV-Gerät angeschlossen wird.

Durch Zufall bin ich nun auf den Twonkymedia Server gestossen, der eine extrem einfache Möglichkeit bietet, einen UPnP-Server auf Linux zu realisiereren. Tatsächlich war es nicht mehr als das Herunterladen eines “Setup Packages” (bestehend aus einem Shellskript plus zu installierende Dateien), dessen Ausführung und schon war der Mediaserver am Laufen. Zuerst hatte ich mir ja Gedanken gemacht, ob die glibc korrekt ist, ob ich noch weitere Software brauche etc., hab es aber dann einfach probiert und siehe da – es läuft.

Sofort nach der Installation konnte ich die Benutzeroberfläche starten, die beim TM Server über Webbrowser realisiert wird. Dazu läuft ein entsprechender Webserver auf Port 9000 auf dem NAS.

Twonkymedia Server Statusseite

Dann noch die freizugebenden Verzeichnisse mit den Mediadateien konfigurieren, den Mediaserver neu starten und fertig. Über das Setup-Menü lassen sich viele externe Quellen einbinden wie Youtube, Facebook, Flickr, Shoutcast etc. Das macht den Twonkymedia Server zu einem “richtigen” Multimedia Center.

Fazit: Die Installation war extrem einfach (für Linux-Verhältnisse ;) ) und mit nicht mal 10 Euro (momentanes Sonderangebot, normaler Preis 20 Euro) ist die Software in meinen Augen ihr Geld wert.

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Wochenenddank

Am 9.March.2009 schrieb admin in Allgemein 3 Comments »

Ein tolles Wochenende neigt sich mit 850 km/h dem Ende zu. Das entspricht ungefähr der Geschwindigkeit des Airbus A319, indem ich mich gerade mitsamt diverser Süßigkeiten (Duplo, Lindts 85-prozentige…) im Pack wieder der momentanen Heimat Budapest nähere.

Irgendwie hat (fast) alles gestimmt an diesem Trip und da das “fast” in diesem Satz zwei mir (glücklicherweise) vollkommen unbekannte Personen betrifft, bleibt für alle anderen, die ich noch erwähnen werde, eine Extra-Portion Großes DANKE. Ihr hattet alle einen Anteil am Gelingen, sei es, weil ihr meinen kleinen Trip überhaupt erst möglich gemacht habt, weil ihr mir in Buchholz, Hannover oder Hamburg eine sehr nette Gesellschaft wart oder weil ich mit Euch über 500 oder 1000 Kilometer einen spannenden Chat führen durfte, während ich gerade am Gate in Hamburg oder im Flieger in Frankfurt gesessen habe.

Als am Dienstag der Ruf nach Hannover ertönte, war ich mir erst nicht sicher, ob ich ihm folgen sollte. Auf der Cebit war ich noch nie gewesen und eigentlich hatte es mich auch nicht wirklich hingezogen. Aber daß da jemand von meinen Freunden tatsächlich eine Einladung einer Firma erhält, so mit Bahnticket und Eintritt und so, das war neu. Nach dem innerlichen GO kam die äußerliche Organisation. Dienst tauschen (um nicht direkt von der Nachtschicht in den Flieger zur Messe steigen zu müssen) und mich um einen Schlafplatz kümmern. Denn so viel war klar… nach der Messe würde ich als Standby’ler flugmässig nicht mehr von Hannover wegkommen – alle Flieger von Samstag und Sonntag nach FRA oder MUC waren bereits überbucht. Und dann gab es ja noch eine ganz andere Idee…

Beides (Diensttausch und Unterkunft) gestaltete sich zuerst schwierig. Die “Requests” waren rasch losgetreten, aber bis zum Eintrudeln der Antworten verging eine gespannte Weile, schliesslich aber war alles unter Dach und Fach und Sack und Pack und überhaupt. Danke, Rainer! :-)

Dank der losgewordenen Nachtschicht und einer spontanen Zusage für eine Übernachtungsmöglichkeit bei Hannover (trotz später Anfrage) konnte ich sogar schon am Freitag fliegen. Also ab zum Flughafen, es war Freitag, der 6. März, mittags.

Ein kleines Hinderniss tat sich auf, weil der Flug BUD-FRA Verspätung hatte. So war der Anschluss nach HAJ (Hannover) nicht zu bekommen. Während ich aber noch im Kopf die Alternativen durchspielte (Zug ab FRA etc.), kam schon die Ansage… “Passagiere gebucht nach Hongkong, Paris und Hannover bitte am Gate melden”. Die fleissigen Damen waren bereits damit beschäftigt, meine Reise zu retten und mich über MUC umzubuchen. Nicht nur das, zwei nette Fensterplätze waren auch gleich inbegriffen, was für einen PAD schon fast Luxus ist. Danke, Lufthansa. :-)

Am Flughafen Hannover wurde ich sogleich in Empfang genommen, trotz der zweistündigen Verspätung durch die Umbuchung klappt alles super, die private Unterkunft kann man nur als absolut gelungen bezeichnen. Gästezimer unterm Dach mit zwei bequemen Betten, eigenes Bad und ein toller Ausblick aus dem Dachfenster auf Feld, Wald und Wiese. Ein nettes und anregendes Gespräch mit leckeren Äpfeln und lustigen Geschichten am Küchentisch, gefolgt von einer Wii Sports-Rundreise (ausser Golf ;-) ), welche den Abend perfekt und mit viel Spaß abrundete. Am nächsten Morgen nochmal gut unterhalten und zum Bahnhof gebracht werden, ein kostenloses CeBit-Ticket im Gepäck… besser geht’s nicht. Danke Birgit und Mike. Danke, Alex. :-)

Vor der Messe schnell ein Bahnticket nach Hamburg gekauft und sogar noch einen Sitzplatz bekommen. Dazu noch sehr freundlich bedient worden. Danke, Bahn. :-)

Die S-Bahn zur Messe war voll. Also ich meine Voll, um nicht zu sagen VOLL. Was dem Spaß keinen Abbruch tat, vor allem, als eine Horde Jugendlicher die große Behindertentoilette mitnutzen wollte und kurze Zeit später wieder rauswollte, vermutlich weil sie noch nicht so dufttolerant waren, wie man es sich mit zunehmendem Alter und Flatulenz schonmal antrainiert.

Am Messebahnhof perfektes Timing. Just in dem Moment, als ich von meinem Ankunftsgleis 12 zu Gleis 16 gewechselt war, fährt auch schon der ICE aus München ein und mit ihm der Star des Tages: Phipz.

Der Messetag war einfach genial. Ich hatte ein paar Pläne gemacht, Vorträge rausgesucht, die mich interessieren, Hallen ausgelotet. Am Ende stand der Tag aber doch immer wieder im Zeichen von Zarafa und jenem Messestand, an dem Phipz spontan einen Vortrag über Z-Push halten würde, quasi die Live-Version einer seiner Podcastfolgen. Naja, kein Wunder, schliesslich war dies ja auch der Hauptgrund des ganzen Ausflugs. Zwischendurch sind wir immer wieder über die Messe gestreift, haben jede Menge Fotos geschossen und uns immer wieder über lustige Leute und Ausstellungsobjekte amüsiert. Von den geplanten Vorträgen hab ich keinen einzigen gesehen, aber auch nicht vermisst. Es war einfach gut, so wie es ist und wer hält da schon noch an einem Plan fest?

Die Leute von Zarafa waren auch sehr nett, sie gaben uns nicht nur die Möglichkeit, unser Zeug unterzubringen, sondern richtiges VIP-Feeling und Verpflegung obendrein. Spannend war auch, mit einer Internet-Bekanntheit wie Phipz durch die Hallen zu ziehen. Mehrmals wurde er von anderen Besuchern angesprochen… “Du bist der Phipz mit dem iPhone-Podcast, oder?”… ein paar Neugierigkeiten befriedigt und sogar Fotos “mit dem Star” geschossen.

Ansonsten war die Größe der Messe erschlagend und hinterließ den dringenden Wunsch, nächstes Jahr wiederzukommen, am besten natürlich mit mehr Zeit. Dann ist sicherlich auch Gelegenheit für den ein oder anderen  (nicht selbst gehaltenen ;-) ) Vortrag und eine Pause zwischendurch.

Nach der Messe war Hamburg angesagt, einen sehr guten Freund wiedersehen und natürlich vieeeeel zu quatschen haben. Dazu Wii zocken, was much more Spaß machte als zu Hause gegen den Compi. Wir waren gleichauf, konnten uns gegenseitig über den Tenniscourt scheuchen und stellten überrascht fest, wie eingleisig und vorgeproggt die Gegner der Wii doch sind. Lecker Waffeln und ein gemütlicher, gesprächlich angeregter Stadtparkspaziergang rundeten den Sonntag ab. Flughafen-Transfer inklusive. Danke, Björn! :-)

Am Gate in HAM war noch Zeit, also kramte ich das Macbook hervor und flugs wurde ein Chat mit einem guten Freund in der Schweiz gestartet. Ohrhörer rein, als Mikrofon hielt das des Macbooks her. Krasse Neuigkeiten galt es über den Skype’schen Äther zu schicken und die unfreiwilligen Mithörer um mich herum waren schon das eine oder andere Mal ob der deutlichen Worte erstaunt, die dieser Typ da mit seinem Laptop wechselte. Sowas hatten sie noch nicht allzuoft gesehen (und vor allem gehört ;-) ). Danke, Cédric. :-)

Bevor die Umsitzenden den Klapsentransport holen konnten, wurde geboardet. Im fast ausgebuchten A321 fand ich mich auf einem Mittelsitz zwischen einem Herren zu meiner Linken wieder, welcher offensichtlich den geistigen Getränken zu oft und zu viel zuspricht und entsprechende Düfte aussondert und einem älteren Sonderling zur Rechten, der mich an jene netten Onkels in amerikanischen Thrillern erinnert, die sich schliesslich als psychopathische Serienkiller herausstellen. Um nicht zu irgendeiner Form paranormaler Kommunikation genörigt zu werden, setzte ich die üblichen Abwehrmittel ein wie Kopfhörer und Schlafsimulation. Leider musste ich den gesamten Flug über das Frischluftgebläse direkt auf mein Gesicht richten, um nicht dem Gestank des C2′lers ausgesetzt zu sein, während auf der anderen Seite Mister Unheimlich konstant an seiner Riesenzeitung bastelte, die umdrehte, neu sortierte und schliesslich verwarf. Er las nicht wirklich, sondern musste nur irgendwas tun, schien wie ein auf 300 Prozent laufender Motor, welcher im nächsten Moment durchzudrehen und zu verglühen drohte. Ich wusste nicht, daß ADS soooo lange anhalten kann.

Schliesslich hatte ich es geschafft, das rettende Gate war erreicht und ich wurde aus der psychopathischen Alkoholikerbüchse gerettet. Danke, A17! :-)

(Ja, Ihr habt es gemert, das war das “fast”, von dem ich ganz am Anfang sprach ;-) )

Wieder wurde am Gate getschättet, dieses Mal nicht mit der Schwyz, sondern mit Burgau, wohin CeBit-Star Phipz inzwischen wieder zurückgekehrt war. Wie es das Stardasein so verlangt, mussten wir den Video-Chat unterbrechen, weil er zu einer Live-Schaltung in die Mac-TV-Sendung musste. Dort berichtete er von den Vortageserlebnissen auf der CeBit, belegt mit allerlei Fotos, die vor allem wohl von wem gemacht wurden? Naaa? Danke, Elmar. :-P

(Nachtrag: Die Foddos wurden natürlich von Phipz und mir gemacht. Die ersten drei in diesem Post sind z.B. von Phipz!)

Wieder im Vidchat kam uns wenig später das Boarding dazwischen, also setzten wir die Session im Flieger fort. Hehe, das war neu. Videochat zwischen LH3448 und dem Schwabenländle, Liveberichte von Sitz 20A, “Boarding completed”. Spätestens mit Türen zu und Pushback aber kamen wir zum Ende, denn nun hieß es “Elektronische Geräte bitte ausschalten”. Klasse war’s.

In BUD angekommen konnte ich sogar noch mit einem Arbeitskollegen mitfahren, welcher auf dem selben Flug wie ich gewesen war, was mir die Taxikosten ersparte. Danke, Jürgen. :-)

Ja, Leute… so ist das. Manchmal ist ein One-to-One, man trifft sich mit jemand und hat eine gute Zeit. Manchmal aber haben auch ganz viele verschiedenste Leute Anteil daran, daß es einem gut geht und das Leben schön ist. Denen wollte ich einfach mal DANKE sagen, es ist toll, daß es Euch gibt.

Danke Rainer, Birgit, Mike, Alex, Björn, Cédric, Jürgen und natürlich an Phipz, ohne den dieses Wochenende gar nicht so passiert wäre.

Und Danke an die Ungenannten all der anderen Tagen und Wochen, die einfach da sind. :-)

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Der Tag, an dem die Erde stillstand

Am 26.December.2008 schrieb elmar in Allgemein Keine Kommentare »

Ein Remake.

Ja, genau, liebe Leutz… Das wissen vermutlich nicht mal mehr die mittelalterlichen unter Euch. Für diesen gerade erschienen Film mit Keanu Nuschel-Reeves gibt es eine fast schon historisch zu nennende Vorlage aus dem Jahr 1951, seinerzeit geregisseuret von Robert Wise. Der, das nur nebenbei, später auch verantwortlich zeichnete für “Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All” (1971) und “Star Trek – Der Film” (1979).

1951 war “The Day The Earth Stood Still” ein inhaltlicher Aussenseiter, einer der wenigen Filme, die sich nicht der üblichen Anti-Roten-Hetze McCarthys anschliessen wollte, sondern stattdessen eine halbe, aber denoch eindrucksvolle pazifistische Nachricht rüberbringen wollte: “Leute, hört auf, Euch zu kloppen, sonst müssen wir Euch plattmachen”. Die Erde war zum Störfall im Universum geworden und Klaatu gekommen, die Menschen vor die Wahl zu stellen: Einsicht oder Untergang.

Natürlich taten die Menschen, was sie immer gerne (in und manchmal auch ausserhalb von Kinofilmen) tun: Paranoid werden, Angst haben, schwere Geschütze auffahren. Was der Bauer nicht kennt, das schlachtet er ab. Klaatu wird verletzt, kommt ins Krankenhaus, aber die Menschen, ignorant und arrogant, verpassen die Chance auf eine wirkliche Kontaktaufnahme. Klaatu haut ab, mischt sich unter die Menschen, wendet sich an die Wissenschaft. Zum Finale (bei dem die Menschheit gerade nochmal mit einem blauen Auge davonkommt) gibt es einen bemerkens- und erinnernswerten Apell Klaatus an die Menschheit, den sich damals all auf ihre Fahnen – ob mit Hammer und Sichel oder Sternen und Streifen – hätten schreiben sollen.

Soweit, so alt. Die Zeiten haben sich gewandelt, die “rote Gefahr” ist (mehr oder weniger) gebannt, andere sind geblieben. Dazu ein neues Feindbild, so herrlich undefiniert, daß es nie wirklich zu besiegen sein wird. Eigentlich eine gute Vorausetzung für Regisseur Scott Derrickson (Derricks Sohn???) und die dahinterstehenden Schreiberlinge, die Geschichte aufzupolieren und den Gegenwarts-Gegebenheiten anzupassen.

Ein Versuch, der leider gründlich in die Hose gegangen ist.

Zuerstmal die Besetzung: Keanu Reeves mag als “Schauspieler” ziehen, wenn der Stoff stark genug ist (siehe Matrix), hier aber ist er dank nicht vorhandenen schauspielerischen Talents vollkommen untergegangen. Die Rolle des Klaatu ist schwierig und differenziert. Er muß den Frieden predigen und fordern, gleichzeitig aber mit dem Schlimmsten drohen, das er der Erde gegenüber aufzubieten imstande ist – der totalen Vernichtung. Diesen Widerspruch heisst es zu “verwalten”, Keanu Reeves hat ihn schlichterweise ignoriert.

Kathy Bates als hilflose Vertreterin der Regierung und John Cleese als “Der Wissenschaftler” sind in ihren Rollen eher unfreiwillig (?) komisch als in irgendeiner Art und Weise passend und angemessen. Alle weiteren Rollen dienen ausschliesslich dazu, im richtigen Moment Signale von Handlung auszusenden, die der Reihe nach aus den üblichen Schubladen gezogen werden: Auftritt des Militärs / Das Böse, das uns vernichten will / Die Wissenschaftlerin, der keiner glaubt / Das unschuldige Kind / Die Vernichtung etc.

So spult der Film ein Klischee nach dem anderen ab und scheut sich nicht, gleich zu Beginn mit Pauken, Trompeten und allerlei Krach Banalitäten im Quadrat aufzufahren: Die Invasion der Aliens, das Militär als Begrüßungskomitee, die Selbstverständlichkeit eines “Unser Land wird angegriffen” inklusive nachfolgendem “Homeland Security Orgasm”. Szenen von der Stange, die man alle schon mal (und besser) woanders gesehen hat. Es bleibt nur das vorübergehende Fazit: Die USA haben den 11. September noch lange nicht verkraftet, im Gegenteil. Perfekt bedient das zementierte Szenario immer und immer wieder Filme und Gesetze.

Dabei haben sie in diesem Fall gar nicht mal so Unrecht, immerhin kommt Klaatu, um die Erde zu vernichten. Aber nicht wegen Öl oder Ankurbelung der eigenen Rüstungsindustrie, sondern, weil die Aliens da draussen genug davon haben, wie wir mit “unserer” Erde umgehen. Resultat der intergalaktischen Abstimmung: Die Menschen vernichten, andere Arten retten (das Arche-Noah-Prinzip) und neu anfangen. Beeindrucken konsequent und logisch. (In der Tat wäre das wohl für die Erde die beste Lösung – Anm. d. Red.).

Verständlicherweise schliessen sich die Menschen dieser Betrachtungsweise nicht unbedingt an, wollen vielmehr weiter- und überleben und beschwören gar, daß sie es schaffen könnten, die Kurve zu kriegen. Dazu zeigen sie ein bisschen, wie sie ihre Kinder lieben und sich gegenseitig und wie mitfühlend sie doch sein können. Dieses “Herumkriegen” Klaatus gehört zum Lächerlichsten und Unglaubwürdigsten, daß filmische “Gib mir noch eine Chance”-Szenarien der letzten Äonen gesehen haben.

Was beim durchschnittlich konditionierten Kinozuschauer tränendrüsendrückmässig funktioniert (jetzt bitte mitleiden, jetzt lachen), sollte einen Alles-Oder-Nichts-Entscheider wie Klaatu doch erstmal professionell unbeeindruckt lassen. Stattdessen endet der Film wie eine Lachnummer genau in dem Moment, wo das bisserl Weinen Erfolg gezeigt hat und die schon laufende (und verdiente) Zerstörungsaktion der Erde durch Klaatu abgebrochen wird.

Hier hätte der Film noch die Chance gehabt, das Desaster der vergangenen 100 Minuten wenigstens ein wenig aufzufangen und ganz im 1951er Sinne abzuschliessen mit einem Apell, einer Rede, einer Besinnung. Stattdessen: Abspann und raus.

Sogar einer der wichtigen Schlüsselszenen des Originals fehlt, in welcher Gort, der Roboter mit den Worten “Klaatu barada nikto” beim Kampf gegen die Menschen gestoppt wird und stattdessen den eigentlich tödlich verletzten Klaatu wiederbelebt.

Das Ende war für mich (neben dem grausligen Anfang) der flachste Moment des ganzen Films: Das Sich-Zufrieden-Geben, das Noch-Mal-Glück-gehabt, die oberflächliche und nichts hinterfragende Erleichterung. Wie das Kind, daß beim Klauen erwischt wird, angesichts der zu erwartenden Strafe erschrickt, heult, verschont wird und schon Minuten später wieder ganz woanders mit seinen Gedanken und Taten ist.

So haben die Menschen wie die Macher des Remakes die grosse Chance verpasst, wirklich etwas mitzunehmen, zu lernen. Sie haben sie ein bisschen erschrecken lassen, nun wird aufgeräumt und dann geht’s ab zu Pizza Hut.

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110 Nm Day

Am 24.November.2008 schrieb elmar in Allgemein 1 Comment »

Samstag war 110 Nm Day in BUD. Nachdem die winterlichen (Un-)Freuden deutsches Land schon am Freitag erreicht hatten, sollte es am Wochenende auch in Ungarn losgehen… mehr oder weniger. Dabei hatten wir am Donnerstag noch über 10 Grad Celsius.

Also erstmal ein Trip zum Baumarkt, denn dieses Jahr wollte ich die Reifen zum ersten Mal selbst wechseln. Was in Offenbach immer der nette Herr von PIT-Stop erledigt hat (inklusive Einlagerung), übernehme ich nun selbst. Wozu gibt es Internet, das sagt einem schon, worauf man achten soll. (Na, ich sehe schon die Gemeinde gemeinsam den Kopf schütteln: “Tsts, wohl noch nie ‘nen Reifen gewechselt”). Um ehrlich zu sein, nicht wirklich… also zumindest nicht am Auto. Immerhin besitze ich ja erst seit 4 Jahren selber eins.

“Alles bei OBI” mag in Deutschland stimmen, der hiesige Ableger im Savoya Park ist aber – im Vergleich zur reichlich vorhandenen Konkurrenz – eher kläglich. Also doch noch ein Abstecher zum Praktiker und dort den gewissensberuhigenden Drehmomentschlüssel gekauft. Angesichts des durchs Selbermachen gesparten Geldes ist so eine Anschaffung allemal drin, zumal sich das Teil bestimmt auch gut zur Jack-Baur’schen Selbstverteidigung eignet.

Der Reifenwechsel selbst, nunja, was soll ich erzählen… Banane. Aber die beiden Mistviecher von Vorderrädern wollten partout nicht runter. Alle Schrauben lose (am Auto! ;-) ) und trotzdem fest wie Harry. Sollte da noch irgendeine versteckte Befestigung sein? Hat sich der Herr Internet da etwa ausgeschwiegen? Ich hatte mal was gehört von Hin- und Herwackeln. Aber immer noch negativ.

Die Rettung kam mal wieder mit der Chemie. Das Wundermittel, bekannt aus Funk, Fernsehen und Tuesday-Night-Skating kam zu guter Letzt auch hier zum Einsatz – das geliebte WD-40. Plötzlich zeigten die eingesetzten Kräfte auch endlich Wirkung, und schon bald konnten die 4 Winterpneus gemeinsam auf ihren ersten Einsatz warten. Doch erst noch der Einsatz des Drehmomentschlüssels. Knack-knack, das Geräusch beruhigt durchaus, weiß man doch seine Radschrauben mit (mehr oder weniger) perfekten 110 Nm festgedreht. Ganz so, wie der Herr Opel es will. Übrigens gar nicht ungewöhnlich, daß es tatsächlich auch einen WD-40 Fan Club gibt (naja, wenn auch vom Hersteller selbst ins Leben gerufen ;-) ).

Eine “nette” Geschichte ereignete sich dann am folgenden Tag. Ich vermisste mein iPhone, wusste nur, daß ich es beim Reifenwechsel dabei und im Keller (neben meinem Autostellplatz) abgelegt hatte. Zum Test rief ich mich erstmal (noch in der Wohnung) selber an… nix, Totenstille… Also gehe ich runter, öffne die Kellertür und sehe… wieder nix. Kein Ei, kein Phone, gar nix. Angst macht sich breit, Entsetzen, Selbstzweifel.

Sollte ich etwa… nein, nicht wirklich, oder? … Doch, ich hatte… mein iPhone auf dem Auto neben meinem abgelegt, direkt an der Ausfahrt, wo nun wirklich jeder vorbeikommt. Dort lag es bestimmt 24 Stunden und niemand nahm es mit. Wow! Okay, in die (hauseigene) Tiefgarage kommt ja nicht jeder rein, aber denoch… Hut ab und Erleichterung allenthalben. Das war schon fast so gut wie vor ein paar Jahren, als auf der Strasse den Zündschlüssel im Motorrad stecken ließ… über Nacht. In Offenbachs Nordend.

Naja, jeder muss so seine Tests im Leben bestehen. Mancher scheint dies unbewusst noch gerne zu forcieren. Ich jedenfalls werde auf mein Phone jetzt ein Eye haben. Zumindest bis zum nächsten Schussel Day. ;-)

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Ohne Schnitt

Am 23.April.2008 schrieb elmar in Allgemein Keine Kommentare »

Schön, dass es sowas noch gibt. Okay, okay, es gab schon ganze Filme ohne (naja :-) ) sichtbaren Schnitt, denken wir mal an “Cocktail für eine Leiche” von Hitchcock. Und sicher gibt es auch heute immer wieder schnittlose Video-Clips oder (gerne gemacht) Anfangssequenzen von Spielfilmen.

Denoch ist mir das Video “1234″ von Feist mal eine Erwähnung wert, weil es sich meines Erachtens nach lohnt, eine Auge auf solche Details zu haben, gerade in einer Zeit, wo sich andere Genres in der Anzahl Schnitte/sec. ;-) messen.

Nett gemacht, vor allem auch die Choreographie (immerhin sind hier ca. 3 Dutzend mögliche Fehlerquellen am Tanzen). Einzig die Anfangsszene, in der plötzlich 10 Tänzerinnen hinter der Sängerin “herausfallen”, ist schon trickverdächtig, aber selbst wenn, ist’s immer noch ein Schmaus für Auge, Ohr und Feinsinn.

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Fundstücke

Am 19.April.2008 schrieb elmar in Allgemein Keine Kommentare »

Hier ein paar Fundstücke der letzten Tage…

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Alltag zwischen Bus und Huhn

Am 14.February.2008 schrieb elmar in Allgemein, Budapest Keine Kommentare »

Was tun, wenn man beim Metzger Fleisch kaufen möchte, aber keinerlei Ahnung hat, wie man die gewünschte Menge beschreiben soll. Der Verkäufer vom Laden direkt um die Ecke scheint in diesen Dingen erfahren (immerhin, die Stadt boomt und der Anteil der nicht-ungarisch-Sprechenden nimmt stetig zu) und legt einfach seinen Finger auf die Waage, läßt die Anzeige nach oben schnellen, bis ich “Stop” signalisiere. Daß er die anvisierten 500 Gramm dann tatsächlich mit einem Mal auf ein paar Gramm genau in die Schale zauberte, vermehrte meinen Respekt nur noch. Jo, hier gehe ich öfters hin. Wenigstens “Csirkemell” kann ich ja schon sagen und damit mein Liebstes (Hähnchenbrust) einkaufen. Der Rest geht mit Zeigen und Waagenfinger.

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Mit Bus und Strassenbahn durch Frankfurt

Am 30.August.2007 schrieb elmar in Allgemein, Unterwegs Keine Kommentare »

Viele Städte rühmen sich ihrer S- und U-Bahnen, die verkehrsgerecht und zeitsparend unter die Erde verlegt sind. So gibt es keine Staus, (fast) keine Umleitungen und ein durchaus überschaubares Netz (naja, von Paris mal abgesehen). Aber: Was fehlt, ist die Aussicht. Kein Sonnenlicht, keine Spaziergänger, kein buntes Treiben, nur ein dauerndes Rein und Raus in den nächsten Bahnhof.

Bahnhof OF-Ledermuseum

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Nach Monaten…

Am 27.August.2007 schrieb elmar in Allgemein, Inlinern, Mac Keine Kommentare »

…wieder mal das erste Geschreibsel. Aber so ist das ist bei, irgendwann stellt sich das Gefühl ein, daß nun alles gesagt ist und jeder weitere Beitrag nur die unnötige Wiederholung längst erkannter Klischees. Nun, es sind tatsächlich oft genug Klischees, die mich Tag für Tag umgeben, sei es als XX, BMW, K oder einfach nur in Form vollkommen unnötig produzierten Lärms an der heimischen Kreuzung.

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Neu im Haus

Am 16.March.2007 schrieb elmar in Allgemein, Positives, Tierisches Keine Kommentare »

gestern eingezogen, auf das ein klein wenig mehr Leben in die Elfenbeinturmbude kommt.

Neuer Mitbewohner

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Fleisch, Klischees und Prada-Teufel

Am 9.October.2006 schrieb elmar in Allgemein, Gesellschaft, TV Keine Kommentare »

War gestern in der Preview von “Der Teufel trägt Prada”. Der Film hat es mir angetan, nicht nur wegen einer wahrhaftig diabolisch spielenden Meryl Streep, sondern weil das (Dreh-)Buch immer wieder Platz ließ für Zwischentöne und dem Einreißen gerade aufgekommener Gut-/Böse-Schubladen. Daß eine Furie wie Miranda auch verletzliche Seiten hat, mag nicht zwingend überraschen, gibt der Figur aber die entscheidende dritte Dimension. Noch interessanter aber fand ich den Wandel Andreas vom unscheinbaren (fast zu) braven Mädel zur gestylten Powerfrau.
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