Da sag noch einer…

Am 3.Juli.2009 schrieb elmar in Budapest, Dienstleistungspannen, Unterwegs, Werbung 1 Comment »

es gäbe keine Servicementalität im Einzelhandel mehr…

Eben durch das Einkaufszentrum gestromert auf der Suche nach einem Schuhlöffel (englisch “shoehorn”, wie ich dabei gleich gelernt habe ;-) ). Es gibt zwar im “Westend” in Budapest jede Menge kleine Schuhläden, aber keine Löffel. Da, ein etwas größerer Salamander… Aber auch die haben nur einen Schuhlöffel Marke “Domina” für Schuhe über 50cm Höhe. Doch die nette Verkäuferin weiß trotzdem Rat und durchforstet g’schwind ;-) allerlei Schuhkartons im Lager, bis sie schliesslich stolz ein Schuhhorn von Bugatti hochhält, offensichtlich gerade einem frischen Paar Schuhe entrissen. Und dann wollen die noch nicht mal was dafür haben.

Danke, danke, lieber Salamander samt seiner Verkäuferinnen. So geht das. :-)

Zu Hause angekommen, beginne ich meine Nachforschungen für den morgigen Tag in München, bei dem ich unter anderem auf Jagd nach Falken gehen werden. Ähmmm… nein, nicht der vermutlich schon bedrohte Raubvogel, sondern Socken der Marke Falke (genauer, die Trekking-Version TK2), welche hierzulande kaum bis gar nicht aufzutreiben sind und deren großer Fan ich bin.

Also fluggs angefangen, rumzutelefonieren, der erste Anruf führt mich gleich zum North Face-Laden in der Sendlinger Strasse, worin mich ein netter junger Mann glatt und sprichwörtlich von den Socken haut. Sie hätten zwar keine Falke-Socken, aber das komplette Falke-Programm gäbe es bei Sport-Schuster gleich am Marienplatz. Und nennt mir noch das Socken-Stockwerk mit dazu.

Geht es noch besser?

Neees, sag ich und werde morgen gleich noch einen Abstecher zu besagtem North Face-Laden machen und mich nochmal persönlich bedanken. Bei der Gelegenheit nehm ich dann auch gleich ein paar Outdoor-Hemden mit, denn die stehen – was ein Zufall – auch auf meiner deutschen Einkaufsliste.

Ach ja, und wenn wir schon beim Thema Kundendienst sind, vor einer Stunde habe ich für meinen Uralt-Mixer von Braun, dem Klassiker MX32, gleich ein paar Ersatzdeckel beim Braun-Kundenservice bestellt. Die sind dort mit 2,62 Euro aber auch erstaunlich billig und vor allem – das ist das beeindruckenste – überhaupt zu bekommen, den das Modell MX32 dürfte bald ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben. :-)

Das nenne ich einen erfolgreichen Tag. :-)

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Mit der Dresdner in die Steinzeit

Am 24.Dezember.2008 schrieb elmar in Ausgekotzt, Dienstleistungspannen, Mac, PC Keine Kommentare »

Während der Bescherung mit meinen Eltern (die dieses Jahr per Video-Chat vonstatten ging :-) ) kam ich mit meiner Mutter auf das Thema Bankkonto und Online-Banking. Sie ist seit ungefähr 872 Jahren Kunde bei der Dresdner Bank, ich schon eine ganze Weile bei der Postbank.

Ich war doch ein wenig überrascht, daß sie für ihr Gehaltskonto bei der DreBa noch Geld bezahlt und will mich per Internet schlau machen. Nachdem ich also mit meinem Mac-Firefox zielsicher www.dresdner-privat.de ansteuere, bekomme ich folgendes Popup:

Sehr geehrter Nutzer,
vielen Dank, dass Sie das Privatkundenportal der Dresdner Bank aufgerufen haben.

Dieser Internetauftritt ist optimiert für den Internet Explorer ab der Version 5.0 sowie Netscape ab der Version 6.0 (ausgenommen NS 6.1). Sollten Sie einen anderen Browser benutzen, können wir die korrekte Darstellung und Funktion unseres Auftritts nicht gewährleisten. Wir empfehlen Ihnen, sollte es zu Fehlfunktionen kommen, eine der oben genannten Browserversionen zu installieren.

Ich kann es erst gar nicht glauben, aber da steht es wirklich… schwarz auf weiss. Eine der Großbanken Deutschlands mit einem sicherlich nicht geringen Bestand an IT-Fachkräften und Web-Machern ignoriert alle Mac- und Firefoxuser! Wie bescheuert und steinzeitlich hinterwäldlerisch ist das denn?

Okay, für die meisten von Euch wahrscheinlich nur eine Kleinigkeit, aber die lieben Firmen und Konzerne dürfen sich halt nicht wundern, wenn sie im Vorgestern stehenbleiben und dann erstaunt den vorbeiziehenden Mitbewerbern hinterherschauen. Das ist zumindest das, was ich der “Beraterbank” (Hahaha) wünsche. Solcherlei Ignoranz und Bevormundung verdient ein glattes “6 – Setzen”, selbst wenn das Portal auf den ersten Anblick

Ich bin jedenfalls mit meiner Online-Postbank mehr als zufrieden. Klappert, geht, funktioniert einfach und das sogar im Firefox. Genau darauf muss ich mich (fern der Heimat und jeder Postbank-Filiale) verlassen können und nicht auf Wischi-Waschi-Aussagen bornierter Bank-ITler.

Danke, Postbank. Zurück in die Steinzeit, Dresdner!

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Hetzner olé

Am 18.Dezember.2008 schrieb elmar in Dienstleistungspannen, PC, Positives, Werbung Keine Kommentare »

Ich kann mich gut erinnern, als ich das erste Mal auf ein Hetzner-Angebot gestossen bin. Das war vor fast 7  Jahren, damals offerierte die noch relativ kleine Firma Hetzner eine CoLo (Rechenzentrumsplatz für einen mitgebrachten Server, sog. Co-Location) für 29 Euro im Monat. “So billig, das kann nix sein” war der erste Gedanke, aber die Kritiken belehrten mich schnell eines Besseren.

Und sie hatten recht.

Nachdem ich schon seit einigen Jahren einen Server für einen Freund managte und mit ihm zusammen vermarktete, wollte ich etwas eigenes, eine Spielwiese, auf der ich mich austoben kann. So fiel meine Wahl auf Hetzner. Ich bin bis heute dort und habe es nie bereut.

Das wurde mir einmal mehr klar, als ich mir ein Bekannter erzählte, wie heute seine 2 kommerziell genutzten Server plötzlich nicht mehr erreichbar waren. Alle Webseiten weg, kein Zugang mehr, nicht mal mehr anpingbar.  Die Hotline zeigte sich extrem uninteressiert und wurde auf Nachfragen sogar noch patzig. Es sei doch alles okay, man sehe keinen Handlungsbedarf…

Dabei hatten die “erfahrenen, intensiv geschulten Mitarbeiter” nicht nur keine Lust, sondern auch keine Ahnung. Während eine Rundmail den Kunden heute durch die Laberblume mitteilte, daß man ihnen in Zukunft mehr Geld abknöpfen wolle, wusste niemand – weder Mail noch Mitarbeiter – von IP-Adressen, die sich offensichtlich geändert und das Desaster verursacht hatten.

So weit, so schlecht.

Fehler können passieren, aber an der Qualität einer Hotline trennt sich die Spreu vom Weizen. Womit ich wieder beim Thema Hetzner wäre.

Hier gibt es nicht nur eine allgemeine Hotline (z.B. für Beratung oder allgemeinen Support), sondern auch Durchwahlnummern direkt zu den Technikern in den Rechenzentren. Keine ahnungslosen und infolge Unterbezahlung schlecht motivierte Call-Center-Sklaven, sondern Leute mit Sach- und Tatverstand, die direkt an der Quelle (des Problems und meist auch der Lösung) sitzen. Sollten diese Hotlines einmal nicht erreichbar sein (klar kann es hier zu Überlastungen kommen), schreibt man eine Mail an den Support, welche in der Regel schnell und nicht selten turbomässig beantwortet wird, ebenfalls wieder direkt aus dem RZ.

Über Änderungen (“Changes”) oder andere Besonderheiten wird man vorher informiert und aktuelle Geschehnisse und Probleme kann man entweder auf einer Statusseite abfragen oder man schaut in das Hetzner-eigene Forum, in dem sogar der Chef selbst ab und an mitschreibt. Zur Abrundung gibt es ein Wiki als Dokumentationsplattform, welches zwar manchmal etwas ausführlicher und umfangreicher sein könnte, aber in vielen Fällen weiterhilft.

Hetzner bietet zwar keine Tools an wie Plesk oder Confixx, das vorinstallierte Webmin ist da eher rudimentär. Dafür gibt es eine Reihe anderer nützlicher Hilfen wie das Rescue-System (ein Netzwerkboot eines Debian Linux, mit dem man sein OS reparieren oder gleich komplett neu per Images installieren kann), oder den Reboot per Weboberfläche.

Manchen schreckt die Einrichtungsgebühr von z.B. 99 Euro (bei den Dedicated Servers) ab, aber daür gibt es auch keine Mindestlaufzeit wie bei anderen Providern, wo man schnell das Geld für 6, 12 oder mehr Monate los ist, um dann festzustellen, daß auch nur mit Wasser gekocht wird. Bei monatlichen Mieten von 49,- bis 99,- Euro für die DSe fallen 99 Euro Einrichtungsgebühr wirklich nur bedingt ins Gewicht.

Fazit: Ich bin froh, bei Hetzner zu sein und – NEIN – ich bekomme keine Provision oder Rabatt oder sonstwas für diesen Post. Ich stelle nur einmal mehr fest, wie viel heisse Luft bei manchem Provider drinsteckt und wie schnell man bei Problemen hängengelassen werden kann.

Hetzner ist in den letzten Jahren ziemlich gewachsen, inzwischen baut man ein neues Rechenzentrum in Deutschlands Osten (die jetzigen Rechenzentren sind in Nürnberg, die Zentrale in Gunzenhausen) und zwischenzeitlich hatte ich mal den Eindruck, als hätte sich das schnelle Wachstum auf die Qualität des Supports niedergeschlagen. Das war vor ein paar Jahren, mittlerweile hat man bei den Hetzners anscheinend die Kurve gekriegt und der Support ist spitzenmässig wie schon am Anfang, als man seinen Server noch selbst ins Rack tragen konnte.

Ob das heute noch so ist, weiss ich nicht, inzwischen wurde aus der CoLo zwei DS (Dedicated Server), auf denen unter anderem genau der Text liegt, den Ihr gerade lest. ;-)

Den Namen des anderen Providers verschweige ich lieber mal, sonst hole ich mir noch 1 blaues Auge. ;-)

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