Bleib Du selbst… aber wer ist das?

Am 27.Dezember.2011 schrieb elmar in Allgemein, Gesellschaft 3 Comments »

Eben las ich folgenden Tweet:

Meine erste Reaktion war Zustimmung. Ja, Recht hat er, man sollte nicht einfach andere nachmachen, sondern “man selbst” sein und bleiben. Etwas, dass einem von vielen Seiten suggeriert wird: “Man selbst” sein, authentisch, natürlich, gerade heraus. Aber dann stockte ich… Gerade heute unterhielt ich mich mit einem Freund darüber, wie schnell mein Bild von mir und das meiner Mitmenschen auseinanderdriften kann. Wie aber kann ich dann noch sicher sein, was “Ich selbst” bedeutet, wer legt das fest? Ich? Meine unmittelbaren Mitmenschen? Die Mehrheit?

Nehmen wir mal an, ich sei ein Modeignorant. Ziehe gerade an, was mir passt, ohne mir viel Gedanken darüber zu machen, ob das “zusammenpasst” oder anderen gefällt. Doch es läuft nicht so gut in meinem Leben, ich bin unzufrieden, auch mit mir selbst. Dann, aus Neugier und dem Gefühl, ich müsste mal was ändern, fange ich an, zu experimentieren. Ich probiere andere Klamotten, einen anderen “Style”. Und es macht mir Spaß, ich fühle mich wohler, ich finde etwas, mit dem ich mich identifizieren kann, vielleicht ein frischer Wechsel, vielleicht etwas, von dem ich das Gefühl habe, dass es mehr mir selbst entspricht als das, was ich vorher getragen habe. Meine Freunde aber wundern sich, warum ich nicht mehr in meinen alten Klamotten rumlaufe, sondern plötzlich aussehe wie einer von denen, über die sie sonst immer gelästert haben. Sie fragen sich, was mit mir passiert ist, warum ich mich so verändert habe, warum ich ihnen so fremd geworden bin.

Aber bin ich das wirklich?

Während ich das Gefühl habe, dass ich eigentlich noch derselbe bin wie vorher (nur, dass ich jetzt etwas gefunden habe, in dem ich mich wohler fühle), stecken meine Freund mich in eine Schublade, machen ein Schild drauf und – Rumms – schieben mich in die Der-gehört-nicht-mehr-zu-uns-Ecke ab. Weil ich nicht mehr “Ich selbst” sei, weil ich andere kopiere, weil sie sich mit mir (genauer: meinem Aussehen) nicht mehr identifizieren können.

Das war zwar ein einfaches Beispiel, aber es zeigt bereits, wie “Ich selbst” nicht nur Wandelungen unterworfen, sondern aus verschiedenen Perspektiven auch ganz unterschiedlich definiert sein kann. Während ich im obigen Beispiel das Gefühl habe, die ganze Zeit ich selbst zu bleiben oder aufgrund höherer Zufriedenheit noch mehr ich selbst zu werden, sehen die anderen eine unangenehme und befremdliche Wandlung. Sie erlauben mir die Veränderung nicht, weil ich mich von dem entferne und das infrage stelle, das sie als Identität in der Gruppe definiert und angenommen haben. Du gehörst zu uns, weil du so und so bist. Aber das setzt auch voraus, das du so bleibst, sonst hast du hier nix mehr zu suchen.

Wer also hat recht? Ich, trotz der Wandlung, oder die Gruppe, weil sie auf Kontinuität und Verlässlichkeit besteht?

Nehmen wir ein anderes, krasseres Beispiel, nehmen wir einen Neonazi und strapazieren mal das Klischee ein wenig. Aufgewachsen in einer “strukturarmen” Gegend mit hoher Arbeitslosigkeit und wenig Geld, war er schon immer der Meinung, dass die wenigen Arbeitsplätze den Deutschen vorbehalten sein sollten und überhaupt “die Ausländer an allem schuld sind”. Meine Reaktion darauf: Au weia, so einfach machst du es Dir, das kann doch nicht sein, mach doch mal die Augen auf über die wirklichen Machtverhältnisse und Gründe für Deine Situation etc. Ich möchte ihn überzeugen, verändern, erleuchten… aber was tue ich damit wirklich?

Ich weiß, diese Sichtweise ist provokativ, aber wenn wir die Ausgangslage betrachten, ist der Neonazi in seinem Tun und Handeln vielleicht mehr “er selbst” als wenn ihn jemand plötzlich zu einem Alternativen oder einem Sozialisten machen wollte. Der Unterschied ist klar… während wir im ersten Beispiel noch von der Identität einer kleinen Gruppe sprachen, bekommt es nun plötzlich eine politische, eine übergeordnete Dimension. Doch trotz des Unterschiedes bleibt die Frage gleich, wer denn eigentlich definiert, was “Man selbst” ist. Ich denke  mal, dass die meisten den Homosexuellen ihr Schwul- oder Lesbischsein als Teil “ihrer selbst” zugestehen, bei Neonazis ist das Gegenteil der Fall. Beides ist aus meiner ganz persönlichen Sicht gut so, aber wenn es schon so schwer ist, “Ich selbst” im Sinne von Authentizität zu definieren und anzuerkennen, dann sollten wir mit Aussagen wie “Bleib du selbst” eher vorsichtig sein.

Es geht eben nicht darum, ein “Ich” in Stein zu meißeln und nie mehr zu ändern. Manchmal brauchen Menschen diese Änderung geradezu, manchmal ist sie politisch gesehen sinnvoll, manchmal ergibt sie sich einfach von selbst, weil Leute neue Dinge, neue Menschen kennenlernen, die sie faszinieren, sie fesseln und sie beschäftigen. Und es ist nicht zwangläufig ein Zeichen von Kopieren, wenn man sich aus diesen neuen Ideen und Einflüssen etwas heraussucht, das einem gefällt und zum Teil von sich selbst macht. Jedem steht frei, sich selbst zu “modellieren” und sogar zu widersprechen. Sollen doch die anderen den Knoten wieder aufdröseln, wenn sie das unbedingt wollen. Oder der Dynamik schlicht und einfach folgen, weil sie erkennen, dass sie widerum auch für sich neue Impluse bekommen können.

Klar, Menschen brauchen Vertrautheit, etwas, das sie kennen und zu dem sie zurückkehren und sich “daheim” fühlen können. Aber sie sollten sich und anderen nicht die Chance nehmen, sich weiterzuentwickeln. Ob man (zufällig oder absichtlich) dabei jemand anderen kopiert, ist nebensächlich, solange man mit Herz und Überzeugung dabei ist, niemandem schadet und weiterhin das lebt, was die ganze Dynamik zwischen uns überhaupt erst möglich macht: Offenheit und Toleranz.

Bleib Du selbst, aber habe keine Scheu davor, dich genau dabei jederzeit weiterzuentwicklen und immer wieder neu zu erfinden.

 

(Inspirationen neben dem Tweet: Der Film “Der Teufel trägt Prada”, den ich gestern sah, sowie die vor laaanger Zeit gelesenen Bücher “Stiller” und “Mein Name sei Gantenbein” von Max Frisch.)

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Eifersucht und die Folgen.

Am 16.September.2011 schrieb elmar in Allgemein, Gesellschaft, Inneres, Zweifel 2 Comments »

Eben gerade sah ich die 7. Folge aus der 3. Staffel von „The Big Bang Theory“ (TBBT), eine für die Serie ungewöhnlich ernste, hintergründige und für mich sehr anstrengende Folge, in der dauernd gestritten und geschrien wird. Kern des Plots ist ein Streit aufgrund Lennarts Eifersucht, weil Penny (seine Freundin) einen alten Freund bei sich auf dem Sofa übernachten lassen will. Sheldon, Lennarts Mitbewohner und ein Nerd mit Asperger-Syndrom, wird durch diesen Streit in seine Kindheit zurückgeworfen. Er flüchtet vor den Auseinandersetzungen bis hin zum Rückzug vor der Realität, indem er sich wieder wie damals als Kind fühlt und reagiert.

Eifersucht ist aus meiner Sicht mit das fieseste und hinterhältigste Gefühl, dass in einer Beziehung auftauchen kann. Es baut oft nur auf Verdacht und Vermutungen auf, die daraus folgenden Ängste und Besitzansprüche werden aber als so real empfunden, dass sie heftige und heftigste Reaktionen auslösen. Quasi aus dem Nichts kann die Eifersucht eine Freundschaft, Beziehung oder Ehe in ihren Grundfesten erschüttern und es ist sehr schwer, die tief sitzenden Gefühle mit rationalen Argumenten oder Vertrauen wieder in den Griff zu kriegen.

Ich hasse es, einer Eifersuchtsszene beizuwohnen, ja, schon das Anschauen in Film oder Fernsehen bereitet mir Probleme, weil ich mich dauernd frage, was soll das, warum tun die das eigentlich, wieso machen die sich das Leben selber so schwer. So war es auch in der TBBT-Folge, stellvertretend für mein eigenes Unwohlsein traf es Sheldon, der während der heftigen Streits an seine Kindheit erinnert wurde, wobei die Szenerie eine neue Dimension bekam.

Es ging nicht mehr nur um die Frage, warum Paare sich das Leben selber so schwer machen, sondern was sie damit ihren Kindern antun. Jenen, die das Drama hautnah mitbekommen, oft nicht verstehen, was eigentlich passiert ist und schliesslich auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung von beiden Elternteilen vereinnahmt und manipuliert werden, damit sie sich auch ja auf deren Seite schlagen.

In der letzten Steigerung, dem Extremfall der Scheidung, wissen die Parteien oft selbst nicht mehr, warum sie eigentlich streiten und was dazu geführt hat, dass eine einst so gut funktionierende Beziehung und große Liebe mit der Zeit dermaßen in die Brüche gegangen ist.

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Liebe Eltern, habt ihr Euch eigentlich einmal Gedanken gemacht, was ihr Euren Kindern damit antut? Was in ihnen vorgeht, wenn beide Elternteile an ihnen zerren, auf die eigene Seite holen wollen und den Partner Stück für Stück demontieren? Vermutlich nicht, weil ihr mit Euren Gefühlen und Streitereien selber viel zu beschäftigt seid, weil sich der Krieg so verselbständigt hat, dass ihr schon routinemäßig aufeinander einschlagt und „Colateralschäden“ gar nicht mehr wahrnehmt.

Das Schlimme an heftigen Erdbeben – geht man nach den Zeugenbeschreibungen – ist der fundamentale Zusammenbruch dessen, auf das wir uns normalerweise blind verlassen: Ein fester Boden unter den Füßen. Bei Feuer oder Wasser gibt es wenigstens noch eine Hoffnung, eine Idee, wohin man sich retten kann. Bei einem Erdbeben wackelt alles um dich herum, bricht zusammen und es gibt nichts mehr, an dem du dich festhalten kannst. So ungefähr stelle ich es mir vor, wenn sich Vater und Mutter, die beiden Menschen, an denen man sich als Kind orientiert, festhält, Geborgenheit findet, gegenseitig demontieren und in Grund und Boden stampfen. Du hast nichts mehr in Deiner Familie, an dem du dich festhalten kannst (außer, du hast gerade in diesem Moment das Glück, Geschwister zu haben, die das schaffen).

Es macht mich traurig und wütend, wenn ich Menschen erlebe, die genau dies mitmachen, die zwischen zerstrittenen Eltern stehen, die Scheidung oft schon vollzogen, und nun leben sie bei einem der beiden Elternteile, im schlimmsten Fall da, wo sie gar nicht hinwollten.

Es ist einfach zu sagen, man könne über alles reden (auch, wenn es immer wieder stimmt), aber mit der Eifersucht schleicht sich ein „Kriegsgrund“ in eine ansonsten gut funktionierende Beziehung, der aufgerissene Gräben oft erst dann erkennen lässt, wenn es schon zu spät ist.

Was kann man dagegen tun? Vertrauen? Klar, das ist wohl das beste Mittel gegen Eifersucht, es steht dieser sogar komplett diametral (oder wie immer das heißt) entgegen. Wo Vertrauen herrscht, kann Eifersucht (theoretisch) gar nicht erst aufkommen. Aber Vertrauen kommt nicht von ungefähr, es will erworben, gehegt und gepflegt werden. Vor allem aber ist eines wichtig: Offen miteinander reden, ehrlich sein, Unzufriedenheiten und Missverständnisse angehen, bevor sie größeren Schaden oder Narben anrichten können. Dann ist es doch eigentlich gar nicht so schwer, ohne fundamental destruktive Streits durch das Leben und eine Beziehung zu gehen. Und die Kinder haben auch was davon.

Ein Traum? Ja, aber ein realisierbarer. Wenn ihr alle Augen und Herz ein bisschen öffnet und daran denkt, was Euer Verhalten bei Euch selbst, aber vor allem auch den anderen auslöst. Dann klappt das mit dem Haus am See und der besseren Welt.

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Ist das Leben scheisse?

Am 14.August.2011 schrieb elmar in Gesellschaft, Inneres, Positives, Zeitgeist 2 Comments »

Ich las eben Deinen Blogpost, Leon, mit dem schlichten Titel “Das Leben ist scheisse”. Knapp, hart und kompromisslos. So jedenfalls die Überschrift. Im Text führst du zwei Beispiele an: Das des kleinen Arbeiters/Angestellten, der ein Leben lang für wenig Kohle ackert. Und den studierten Schaffer, der vor lauter Maloche seine Kinder nicht sieht und mit dem dem verdienten Geld seiner Familie ein sorgenfreies (?) Leben bereitet, von dem er selber aber nichts mitkriegt.

“Das sind die Optionen” schreibst du (zumindest, wenn man Familie will) und ich muß lange überlegen, ob es stimmt, ob du recht hast, ob da wirklich nichts mehr ist sonst. Ich zähle ja eigentlich nicht, denn ich habe keine Familie und kann mir daher Freiheiten erlauben (sowohl zeitlich als auch finanziell), die Familienväter und -mütter nicht haben. Aber wie ist es in meinem Umfeld… da gibt’s doch genug Familien, was ist mit denen?

Ich tue mich schwer, überlege, suche und da… fällt mir eine Familie ein, die… ach ne, doch nicht. Ist es wirklich so schwer? Ich denke an die vielen Leute, die ich kenne, welchen Kontakt sie zu ihren Eltern haben, wie “sichtbar” diese Eltern für sie (und mich) sind oder ob diese auch zu den unsichtbaren Nach-14-Stunden-ins-Bett-Fallen-Eltern gehören.

Kurz bevor ich den Verstand verliere, finde ich sie dann doch, näher als ich dachte. An meinem Arbeitsplatz, wo mein Kollege 4 anstatt 5 Tage pro Woche arbeitet und jeden Freitag für seinen Sohn (und die vor kurzem geborene Tochter) da ist. Bei einem Treffen vor drei Wochen, wo ich einen Familienvater kennengelernt habe, der oft und begeistert von seinen Kindern erzählt und dem ich sofort abnehme, dass er seinen Kleinen ein toller Vater ist. Und bei einem sehr guten Freund aus Hamburg, der sich eine Auszeit genommen hat, um wieder vom Arbeitstrip (den er durchaus gehabt hat als Projektleiter) runterzukommen.

Vielleicht sind das ein paar Tropfen auf viel heiße Steine, aber sie machen mir Mut. Und zeigen mir, dass es geht, dass es funktionieren kann, dass es kein Gesetz gibt, welches einen verpflichtet, in einer der beiden von Dir genannten Gruppen zu verfallen. Aber es setzt voraus: Ein Bewusstsein, bewusst zu sein. Sich nicht der täglichen Dröhnung Arbeit oder RTL hinzugeben. Sondern wach zu bleiben, zu hinterfragen, zu zweifeln. Und zu lieben. Hier und Jetzt.

Medien und Konsumtempel wollen uns suggerieren, wie wir zu sein haben. Schaffen, Anschaffen, uns verhuren für den nächsten Luxus, der uns doch nur wieder Arbeits- und damit Lebenszeit kostet. Und wenn wir dann mal ausgepowert nach Hause kommen, halten sie auch gleich die Betäubungsspritzen in 16:9 bereit.

Ja, ich weiß, ich habe gut reden, bin ja selber den schönen Apfel-Dingen im Leben nicht abgeneigt. Aber darüber hinaus sind wohl die größten Ausgaben jene, die ich tätige, um Menschen zu sehen. Menschen, die mir wichtig sind. Ich sehe so gut wie nie fern, aber habe oft und viel Kontakt zu anderen Menschen, sei es in sozialen Netzwerken (woher wir uns ja schliesslich auch kennen) oder im realen Leben.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg durchaus reproduzierbar ist. Für jeden, der wach durch die Welt geht und die Oberhand behält über die Prioritäten, die er selbst setzen kann und will. Ein gewisser Konfuzius sagte wohl mal (meine Freund können das Zitat schon nicht mehr hören ;) ):

  • Gib mir die Gelassenheit, die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann.
  • Gib mir die Kraft, jene Dinge zu ändern, die ich tatsächlich ändern kann und
  • Gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Auch, wenn gerade der dritte Punkt manchmal schwerfällt und wenn es Momente gibt, wo ich Deinen Worten nur allzu gerne zustimme, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es doch immer wieder funktionieren kann.

Vielen Dank, Leon, für die Anregung durch Deinen Post. Der mir doch einmal mehr gezeigt hat, wie viele Menschen das “nah dran” schon überschritten haben und versunken sind, während wir uns jeden Tag wieder daran erinnern sollten, wie wir den Kopf über Wasser halten können. Irgendwann werden die Schwimmbewegungen automatisch und es macht vielleicht sogar Spaß.

Danke.


Korrektur: Das “Gelassenheitsgebet” stammt offensichtlich nicht von Konfuzius (wie ich immer dachte und gerne zitiert wird), sondern von Reinhold Niebuhr. Danke an @wunderfitzig für den Hinweis. :)

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Liebe Eltern! (oder: Über meinen Kontakt zu Jüngeren im Internet)

Am 28.Juni.2011 schrieb elmar in Allgemein, Freundschaft(en), Gesellschaft, Twitter, Unterwegs, Zeitgeist 14 Comments »

Sie haben sich bestimmt schon einmal Gedanken gemacht, wie sie sich beim Thema Internet verhalten sollten, was sie erlauben können und wo Einschränkungen und ein wachsames Auge angebracht sind. Die „alten“ Medien wie Fernsehen, Zeitungen und Bücher versuchen zu helfen, aufzuklären und zu unterstützen, pflegen aber auch, wie mancher TV-Privatsender, gerne eine quotenfreundliche Sensationsberichterstattung, die der Realität nur bedingt gerecht wird.

Fakt ist: Wer als Jugendlicher im Internet unterwegs ist, sollte ein paar wichtige Sicherheitsregeln beachten und Eltern tun gut daran, auch mal zu schauen, was die „lieben Kleinen“ so treiben. Auf der anderen Seite sind Jugendliche, gerade weil sie so selbstverständlich mit den Medien Computer und Internet aufwachsen, durchaus routinierter und umsichtiger als viele Eltern denken. Die zunehmende Vernetzung führt dabei auch zu einem Um- und Neudenken des Begriffs „Privatsphäre“, bei dem die Grundstücksmauern früherer Generationen einem Miteinander und einer Offenheit weichen, welche Eltern und Ältere oft erschreckt. Doch gerade diese Offenheit und der rasante Austausch untereinander sorgen auch dafür, dass „dunkle Gestalten“ schnell auffliegen und kritisch beobachtet werden. Daneben aber ermöglichen soziale Medien wie Twitter aber auch einen „gesunden“ Kontakt und Austausch zwischen Generationen und Menschen, die sich im realen Leben vermutlich nie kennengelernt hätten.

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Gewehre und das Internet

Am 17.April.2011 schrieb elmar in Allgemein, Gesellschaft, Zeitgeist 3 Comments »

Brauchen wir Gewehre?

Ich vermute mal, dass die meisten von uns nicht persönlich jagen gehen, sie ziehen die bequemere Fleischtheke oder das Selbstbedienungsregal im Supermarkt vor. Und doch gab und gibt es viele Menschen, die mit Hilfe von Gewehren ihren Speiseplan um allerlei Fleischliches bereichern. Aber werden Gewehre nicht auch verwendet, um andere Menschen zu verletzen, gar zu töten? Unbestritten, das Gewehr hat, wie das Messer auch, seine zwei Seiten. Und je nachdem, von welcher dieser Seiten man das Thema beleuchtet, erscheint es als Bedrohung oder Segen.

Der thematisch Sprung hin zum Internet ist an dieser Stelle vielleicht gewagt, aber nicht unmöglich. Fragt man Leute nach ihren Assoziationen zu „dem Internet“, hört man von „gefährlich“ bis „praktisch“ die unterschiedichsten Meinungen und Argumente. Nicht immer, aber oft, läßt sich von der Art der Antwort schon auf eine bestimmte Art der Internetnutzung schliessen. So wird jemand, der kaum per Mail, Web oder in sozialen Netzen unterwegs ist, vielleicht eher die negativen Seiten wahrnehmen, während ein intensiver Nutzer die Vorzüge anpreist, ohne die er oder sie gar nicht mehr auskommen möchte.

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Zuhören. Eingehen. Teilen.

Am 24.Januar.2011 schrieb elmar in Ausgekotzt, Gesellschaft, Zeitgeist 5 Comments »

Kommunikation ist schwierig. Vor allem, wenn einer nicht genau weiß, was der andere will oder etwas selber Gesagtes auffasst. Kommen dann noch verschiedene Ebenen der Verständigung plus eine Portion Gruppendynamik und Social Networking dazu, wird es abenteuerlich und mitunter frustrierend.

Paradebeispiel 1: Foren

Ich wende mich an die Mitglieder eines Forums mit einer simplen Frage “Wie kann ich in der Anwendung XYZ dies und das machen?”. Und die Antworten…

  • User A: “Warum willst du das denn machen, das ist doch total sinnlos / doof / zweckentfremend!
  • User B: “Bääähh… wie kannst Du nur das Programm XYZ verwenden. ABC ist doch viel besser“.
  • User C: “Öhmmm… also ich verwende das Programm nicht, aber ich könnte mir denken, dass vielleicht… eventuell… öhm… äh…
  • User D: “SuFu!
  • User E: “Ja, das würde ich auch gerne wissen. Hab ja schon überall gesucht und nix gefunden.

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Die Welt ist schlecht – lasst uns feiern!

Am 26.August.2010 schrieb elmar in Freundschaft(en), Gesellschaft, Positives, Zeitgeist 2 Comments »

Für mich hat sich seit Anfang des Jahres 2010  einiges getan. Ich habe nicht nur wieder mehr Kontakt zu einem sehr guten Freund, sondern auch viele neue Leute kennengelernt. Wenn ich sage, wo (“in Twitter”), schmunzeln viele, teils mitleidig, teils unwissend. Sie kennen das neue Kommunikationsmedium nur aus den Nachrichten und wissen darüber ungefähr so viel wie über Google Street View oder IRC, sprich: gar nix. Aber… diese neuen Bekanntschaften haben mich gestärkt, mich sozial “lebendiger” gemacht, und das nicht nur in der virtuellen 140-Zeichen-Welt, sondern auch im vielgeschworenen “Real Life”. Und in dem passiert momentan einiges.

Nach 2 Jahren und 8 Monaten kehre ich zurück. Von Budapest, wohin ich einst entsandt worden war, nach Kelsterbach, wo ich in von nun an wohnen und (wieder) arbeiten werde. Mit der Rückkehr sind einige Veränderungen verbunden, die für sich alleine schon kleine Herausforderungen sein können:

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Kommentar zum x-ten Amoklauf

Am 13.März.2009 schrieb elmar in Gesellschaft, Zeitgeist, Zweifel Keine Kommentare »

Dies ist das 1:1-Zitat eines Beitrages von mir in einem Forum. Es ging – natürlich – um den jüngsten Amoklauf und – wieder mal – um die Frage, wie weit Killerspiele einen Anteil an solchen Amoklaeufen haben.

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Ein Problem kann man causal (an den Ursachen) oder symptomatisch (an den Wirkungen) bekaempfen, wobei ersteres oft deutlich schwieriger ist und letzteres meist “naheliegend”. Hab ich Kopfschmerzen, schlucke ich eine Kopfschmerztablette und Ruh’ iss. Woher die Kopfschmerzen aber kommen (und wahrscheinlich sogar ein Warnsignal des Körpers sind), ignoriere ich damit. Das Ergebnis zaehlt.

Beim Thema “Amoklauf” ist die Unterscheidung IMO nicht so einfach.

Klar, symptomatisch = Kontrollen in den Schulen, keine Waffen, Metalldetektoren etc. (in den USA schon haeufig praktiziert). Was so einfach klingt, verlagert leider nur das Problem, wer nicht _in_ der Schule schiessen kann, tut dies davor oder in der Mall um die Ecke.

Auf der anderen Seite die Ursachen… ein Riesenfeld, kaum zu überblicken geschweige denn zu kontrollieren. Elternhaus, Erziehung, Mobbing etc.

Killerspiele stehen für mich genau zwischen Ursache und Wirkung. Sie sind nicht nur Ursache, aber auch nicht nur Wirkung. Wer sie spielt, hat einen Grund, sei es z.B. Spass, Herausforderung oder Kompensation. Es geht um Teamgeist, Schnelligkeit, Taktik und ich kann mir gut vorstellen, dass für viele “Killerspieler” Blut und Realismus zwar einen zusaetzlichen Kick bedeuten, sie aber durchaus zwischen Spiel und RL unterscheiden können.

Anders, wer kompensiert. Der lebt im Spiel all das aus, was er IRL nicht hat/ist/bekommt. Er kann allen Hass, Frustration und Schmerz in das Spiel packen und wird doch (oder gerade) am Ende als Sieger hervorgehen. Zumindest, wenn er das “Spiel” perfekt genug beherrscht.

Killerspiele “machen” IMO keine Killer, aber sie können in bestimmten Faellen zu Gewalt-Verstaerkung und Realitaetsverlust führen, sie können ein Katalysator sein für etwas schon Vorhandenes, einen Prozess beschleunigen oder überhaupt erst “Schein-Lösungen” für ein Problem aufzeigen. Sie können aber auch ein Ventil sein. Ist es nicht besser, den Frust über den gehassten Chef im Spiel loszuwerden als in Realitaet? Solange der Funke nicht in die Realitaet überspringt, druchaus legitim… die Gedanken sind frei.

Politiker, Geistliche und andere Tagtraeumer aber haetten gerne den perfekten Menschen, der einwandfrei funktioniert, keine dunklen Seiten aufweist und nie niemals nicht einem anderen Menschen auch nur in den leisesten Gedanken irgendeinen Schaden oder Missbrauch zufügt. Nett gedacht, aber das ist Realitaetsverlust, wie ihn kein Computergame bieten kann.

Letzten Endes ist die Frage, was wir draus machen. Die inzwischen freie Zugaengigkeit von Pornos stellt Erzieher und Erzogene ja auch vor ganz neue Aufgaben und nicht selten wird die ein oder andere Vorstellung von Liebe und Sex durch den “Schmuddelkram” (ich hassliebe dieses Wort) arg verzerrt. Andererseits wird über das Thema heute oft freier gesprochen und diskutiert als in den “guten alten” Zeiten von “Licht aus und Co.”

Also?

Ein Verbot von Killerspielen bringt denke ich nix, da bin ich derselben Meinung wie Phipz. Wer sich das Zeug besorgen will, wird es im Internet auch finden, zudem wird ein Verbot den Kick nur erhöhen. Und selbst, wenn ein Verbot den ein oder anderen Seiteneffekt lindern würde, hiesse es doch das Kind mit dem Bade ausschütten.

Kontrollen an Schulen sind auch ein netter Versuch, der das Leben vielleicht ein wenig friedlicher gestaltet, aber keinen sicheren Schutz bietet.

Was bleibt? Die schwierige Aufgabe, wirklich an die Ursachen heranzukommen. Die Aussage der Schulleiterin, dass ihr nicht bekannt sei, dass der Amokläufer Tim K. “in irgendeiner Form gemobbt wurde oder dass er gewalttätig war”, ist dabei schon blanker Hohn. Nicht bekannt = nicht existent? So viel Betriebsblindheit muss man erstmal aufbringen, zumal die Aussagen von Mitschülern und ein Chatauszug anderes bezeugen. (Nachtrag: Wie sich herausgestellt hat, war der Chatauszug mit der vermeintlichen Ankündigung gefaelscht!)

Der Lösungsweg ist also nicht einfach, ganz im Gegenteil. Er ist komplex, involviert unzaehlige Institutionen und Personen, kostet Geld und bringt auf kurze Sicht weniger Waehlerstimmen als der schnelle Schrei nach Verboten. Aber er ist vermutlich der einzige Weg, der funktioniert.

Jedenfalls braucht es mehr Besonnenheit statt Überreaktion. Kontrollen und Verbote gibt es schon genug, Verantwortung für das, was in unseren Köpfen aber passiert, möchte keiner übernehmen. Das waere ja auch zu viel verlangt. ;-)

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Paparazzo-Seele???

Am 27.Januar.2009 schrieb elmar in Gesellschaft, Lästereien, Zeitgeist Keine Kommentare »

Das ist der Hammer… da haben Beckham und seine Leibwächter einen Paparazzo vermöbelt. Nix Neues und auch kaum eine Träne wert… aber nun verklagt das “Opfer” Herrn Beckham wegen… man lese und staune… “körperlichen und seelischen Schadens”.

Okay… Verprügeln geht zu weit, körperlich kaputtmachen verbietet das Gesetz. Aber beim Thema “Seelischer Schaden” stellt sich doch die eindeutige Frage nach Ursache und Wirkung, Henne und Ei, Opfer und Täter.

Zu gern betrachten sich Paparazzi als Erfüllungsgehilfen, die ja schliesslich nur das liefern, was die breite und dumme Masse will. Das, meine Herren Berufsspanner, hat aber noch nirgendwo gezogen, weder an der DDR’schen Grenze noch bei den Auftragskillern der Mafia.

Letzen Endes sind Parazzi nichts anderes als das letzte Glied einer perversen Kette aus Sensationsgeilheit und “legaler” Spannerei, die Finger eines Abschaumkörpers, der sich darin suhlt, angeblich im Auftrag ihrer Klientel oder gleich der ganzen Gesellschaft zu handeln und sich nur zu gerne auf das “Recht auf Information” beruft.

Ich bin für das “Recht auf Gegenwehr”, nicht im Sinne von Selbstjustiz, sondern allegenwärtiger Notwehr. Wer von Paparazzo einem Paparazzo (seelisch!) gequält wird, sollte sich wehren dürfen. Und Paparazzi, die daraufhin einen “seelischen Schaden” reklamieren, gehören in die lebenslange Auslachkammer.

Fazit: Liebe Boulevard-Spanner, lest mal zur Abwechslung ein gutes Buch über das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Vielleicht versteht Ihr es nicht gleich, aber Ihr werdet den Effekt spüren, wenn Ihr den Job wechselt. Das Leben kann doch sooooo schön sein. ;-)

Quelle: Spiegel Online

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Macht die Augen auf, Sterbegegner!

Am 1.Juli.2008 schrieb elmar in Ausgekotzt, Gesellschaft, Zeitgeist, Zweifel 1 Comment »

Diese Aktion ging leider vollkommen daneben. Ein “Ex-Senator” (wie immer so gerne betont wird, als sei dies Teil einer Argumentation) baut Sterbegeraete und hat nun eine publikumswirksame Aktion gestartet, indem er einer alten Frau beim Sterben half. Etwas zu publikumswirksam, denn nun stürzen sich alle, wie erwartet, auf die Form und umschiffen den Inhalt. Von Geltungssucht ist die Rede, Empörung macht sich breit und jeder ist sofort bereit, Sterbehelfer Kusch ob seiner “abscheulichen” Tat zu verdammen und alle Sterbehilfe gleich mit. Wenn es seine Absicht war, die Menschen aufzurütteln, hat er es geschafft. Wenn er geglaubt hat, der Sterbehilfe damit einen Dienst zu erweisen, hat er sich (zumindest dem jetzigen Anschein nach) bitter getaeuscht.

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Die letzten Wochen…

Am 15.Juni.2008 schrieb elmar in Budapest, Gesellschaft, Inlinern, Lästereien, Unterwegs Keine Kommentare »

war ich einfach zu faul, zu schreiben. Dabei gab es immer wieder Erwaehnenswertes und Laesternswertes.

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Lachnummern der Woche

Am 4.Mai.2008 schrieb elmar in Gesellschaft, Lästereien, Zeitgeist Keine Kommentare »

Blutbremse: Eben bekomme ich mal wieder eine Spammail. Ein Mädel fragt, ob ich kein Interesse mehr an ihr hätte, sie würde schon die ganze Zeit im Online-Chat auf mich warten… Netter Versuch, aber das grosse Grauen kam beim Namen: HILDEGARD! Ich meine, selbst wenn ich ein gestandener Hetero wäre, bekäme ich bei diesem Namen echte Erektionsprobleme *schauder*. Oder richtete sich diese Mail etwa an Fans von Gero-Sex. “Oma in Strapsen”, “Geil im Heim” oder wie? Naja, keine Nische, die nicht schon längst besetzt wäre… ;-)

Nachtrag 5.5.: Noch eine Mail, selber Text, dieses Mal ist es eine EDELGARD. Himmel hilf, wo haben die Spamspasten diese Namen her? Kommt jetzt noch Brunhilde mit ihren dampframmigen Rheintöchtern? Daß die Todesstrafe-Kandidaten der deutschen Rechtschreibung nicht mächtig sind, ist gegessen, aber wenigstens die Namen hätten sie den Fetischisten lassen können. Wer bitte holt sich auf Edel-, Hilde oder Sonstwiegard einen runter? Hmmm. Naja, wenn ich es recht bedenke… wie war das mit den Nischen?

Ballmer: Endlich. Der Mampf zwischen zwischen M$ und Juppheididu hat ein Ende. Und Schweissbacke Stevie B. (not J.) hat das Nachsehen. Alle Drohungen und Sprüche haben nix geholfen, nicht mal die paar Milliardchen, die er sogar noch drauflegen wollte. Wer selbst weder Ideen noch Hirn besitzt, muss Klauen und Kaufen. Während ersteres mehr oder weniger gut funktioniert, erhielt der Welt größter Innovations-Recyling-Konzern nun eine perfekte Lektion in “Was man mit Geld nicht kaufen kann”. Ich sage nur: Priceless!!!

Ballkünstler: Ja, so ist das im Fußball. Drumherum wird sich geoutet, was das Zeug hält. Kaum ein gesellschaftlicher Bereich kommt noch ohne Quotenschwule aus. “Wir haben endlich auch einen” hört man mancherorts Erleichterung tönen. Bloß der Fußball samt Vereinen und Anhängern tut sich schwer. Schwule Kicker sind noch immer absolutes Tabuthema, wenngleich vorhanden. Bloß öffentlich machen will es keiner, wissend, daß dies einem Aufruf zur Hinrichtung gleichkäme.

Umso spannender sind sich daraus ergebende peinliche Szenen, wenn doch mal etwas aus dem verruchten und so extrem-nicht-existenten Milieu an die heterosexualisierte Oberfläche dringt. Was hab ich beim Lesen dieses SPO-Artikels gelacht und mich für Ronaldo gefreut. Da hat er schonmal drei fraulich getarnte Schwänze im Spiel und dann so ein unschönes Ende.

Nunja, egal, ob an der Sache was dran ist oder nicht, sie hätte nicht die Kraft und Aufmerksamkeit, wenn auch der Fußball samt seinen Trägern endlich im Hier und Heute angekommen wäre. Ronaldo ist so gesehen vielleicht nur ein Opfer. Aber vielleicht kein schlechtes. Zum Lachen aber ist es allemal.

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3 Tragödien, Hoffnung rot.

Am 27.April.2008 schrieb elmar in Gesellschaft, Lästereien, Politik, Zweifel Keine Kommentare »

Ojeh, ohje… die 3 momentan obersten Schlagzeilen von SPO werfen einmal mehr ein schlimmes Bild auf die Welt.

Kindersterben: Bei einem Bootsunglück ertranken drei Menschen. Darunter ein *schauder* Säugling und ein *schlimm, das* Vierjähriger. Der Dritte war… blätter… such… moment noch… ahja, hier… nur ein Erwachsener. Tragisch.

24 Jahre Inzest im Verlies: Im Schluchtenscheisserland hat ein Vater seine Tochter 24 Jahre im Kellerverlies gefangengehalten und 6 Kinder mit ihr. Auch tragisch. Hmmm… oder handelt es sich dabei nur um das neue österreichische Programm zur Rentensicherung?

Grüne stimmen zu: Nämlich der Koalition mit der Hamburger CDU. Da fehlen mir nun alle Worte. Und Wörter auch.

Wenigstens Ferrari läßt hier noch hoffen. Es gibt eine Rettung für diese Welt. Sie ist rot.

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Guter Junge

Am 19.April.2008 schrieb elmar in Gesellschaft, TV Keine Kommentare »

Erstmal was zum Deutschen Fernsehen und erstaunlichen Reaktionen. Am 9.April lief in der ARD das Fernsehspiel “Guter Junge” über einen 19-Jaehrigen Paedophilen und die Reaktionen des Vaters bei der Entdeckung dieser Neigung. Vor allem Sebastian Urzendowsky (der bereits 6 Jahre zuvor den paedophilen Kindermörder Jürgen Bartsch darstellte) glaenzte durch eine überragende schauspielerische Leistung, die Grenzen von Kitsch und Klischee wurden konsequent umschifft.

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So schön ist Koch aus der Ferne :-)

Am 5.Februar.2008 schrieb elmar in Budapest, Gesellschaft, Inlinern, Lästereien, Positives, Unterwegs Keine Kommentare »

Was in Deutschland nicht alles passiert… aus der Ferne macht es fast noch mehr Spass, zuzuschauen, wie Glitschkoch an seiner Macht festhaelt. Koch, der laut Pofalla den Regierungsauftrag hat. So nennen es die Politiker, wenn sie absolut keinen Bock auf die Rückkehr zum Schlappschwanz haben. Macht macht eben doch geil. Leider gibt die Mathematik Koch recht, in der Tat sind ein paar Hessen zu viel entweder blind, gefühlsarm oder sonstwie kognitiv suboptimiert. Was ein Glück, dass ich diese Schleimparade nicht aus der Naehe mitbekommen muss.

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