Eifersucht und die Folgen.

Am 16.September.2011 schrieb elmar in Allgemein, Gesellschaft, Inneres, Zweifel 2 Comments »

Eben gerade sah ich die 7. Folge aus der 3. Staffel von „The Big Bang Theory“ (TBBT), eine für die Serie ungewöhnlich ernste, hintergründige und für mich sehr anstrengende Folge, in der dauernd gestritten und geschrien wird. Kern des Plots ist ein Streit aufgrund Lennarts Eifersucht, weil Penny (seine Freundin) einen alten Freund bei sich auf dem Sofa übernachten lassen will. Sheldon, Lennarts Mitbewohner und ein Nerd mit Asperger-Syndrom, wird durch diesen Streit in seine Kindheit zurückgeworfen. Er flüchtet vor den Auseinandersetzungen bis hin zum Rückzug vor der Realität, indem er sich wieder wie damals als Kind fühlt und reagiert.

Eifersucht ist aus meiner Sicht mit das fieseste und hinterhältigste Gefühl, dass in einer Beziehung auftauchen kann. Es baut oft nur auf Verdacht und Vermutungen auf, die daraus folgenden Ängste und Besitzansprüche werden aber als so real empfunden, dass sie heftige und heftigste Reaktionen auslösen. Quasi aus dem Nichts kann die Eifersucht eine Freundschaft, Beziehung oder Ehe in ihren Grundfesten erschüttern und es ist sehr schwer, die tief sitzenden Gefühle mit rationalen Argumenten oder Vertrauen wieder in den Griff zu kriegen.

Ich hasse es, einer Eifersuchtsszene beizuwohnen, ja, schon das Anschauen in Film oder Fernsehen bereitet mir Probleme, weil ich mich dauernd frage, was soll das, warum tun die das eigentlich, wieso machen die sich das Leben selber so schwer. So war es auch in der TBBT-Folge, stellvertretend für mein eigenes Unwohlsein traf es Sheldon, der während der heftigen Streits an seine Kindheit erinnert wurde, wobei die Szenerie eine neue Dimension bekam.

Es ging nicht mehr nur um die Frage, warum Paare sich das Leben selber so schwer machen, sondern was sie damit ihren Kindern antun. Jenen, die das Drama hautnah mitbekommen, oft nicht verstehen, was eigentlich passiert ist und schliesslich auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung von beiden Elternteilen vereinnahmt und manipuliert werden, damit sie sich auch ja auf deren Seite schlagen.

In der letzten Steigerung, dem Extremfall der Scheidung, wissen die Parteien oft selbst nicht mehr, warum sie eigentlich streiten und was dazu geführt hat, dass eine einst so gut funktionierende Beziehung und große Liebe mit der Zeit dermaßen in die Brüche gegangen ist.

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Liebe Eltern, habt ihr Euch eigentlich einmal Gedanken gemacht, was ihr Euren Kindern damit antut? Was in ihnen vorgeht, wenn beide Elternteile an ihnen zerren, auf die eigene Seite holen wollen und den Partner Stück für Stück demontieren? Vermutlich nicht, weil ihr mit Euren Gefühlen und Streitereien selber viel zu beschäftigt seid, weil sich der Krieg so verselbständigt hat, dass ihr schon routinemäßig aufeinander einschlagt und „Colateralschäden“ gar nicht mehr wahrnehmt.

Das Schlimme an heftigen Erdbeben – geht man nach den Zeugenbeschreibungen – ist der fundamentale Zusammenbruch dessen, auf das wir uns normalerweise blind verlassen: Ein fester Boden unter den Füßen. Bei Feuer oder Wasser gibt es wenigstens noch eine Hoffnung, eine Idee, wohin man sich retten kann. Bei einem Erdbeben wackelt alles um dich herum, bricht zusammen und es gibt nichts mehr, an dem du dich festhalten kannst. So ungefähr stelle ich es mir vor, wenn sich Vater und Mutter, die beiden Menschen, an denen man sich als Kind orientiert, festhält, Geborgenheit findet, gegenseitig demontieren und in Grund und Boden stampfen. Du hast nichts mehr in Deiner Familie, an dem du dich festhalten kannst (außer, du hast gerade in diesem Moment das Glück, Geschwister zu haben, die das schaffen).

Es macht mich traurig und wütend, wenn ich Menschen erlebe, die genau dies mitmachen, die zwischen zerstrittenen Eltern stehen, die Scheidung oft schon vollzogen, und nun leben sie bei einem der beiden Elternteile, im schlimmsten Fall da, wo sie gar nicht hinwollten.

Es ist einfach zu sagen, man könne über alles reden (auch, wenn es immer wieder stimmt), aber mit der Eifersucht schleicht sich ein „Kriegsgrund“ in eine ansonsten gut funktionierende Beziehung, der aufgerissene Gräben oft erst dann erkennen lässt, wenn es schon zu spät ist.

Was kann man dagegen tun? Vertrauen? Klar, das ist wohl das beste Mittel gegen Eifersucht, es steht dieser sogar komplett diametral (oder wie immer das heißt) entgegen. Wo Vertrauen herrscht, kann Eifersucht (theoretisch) gar nicht erst aufkommen. Aber Vertrauen kommt nicht von ungefähr, es will erworben, gehegt und gepflegt werden. Vor allem aber ist eines wichtig: Offen miteinander reden, ehrlich sein, Unzufriedenheiten und Missverständnisse angehen, bevor sie größeren Schaden oder Narben anrichten können. Dann ist es doch eigentlich gar nicht so schwer, ohne fundamental destruktive Streits durch das Leben und eine Beziehung zu gehen. Und die Kinder haben auch was davon.

Ein Traum? Ja, aber ein realisierbarer. Wenn ihr alle Augen und Herz ein bisschen öffnet und daran denkt, was Euer Verhalten bei Euch selbst, aber vor allem auch den anderen auslöst. Dann klappt das mit dem Haus am See und der besseren Welt.

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Über den Wolken – Flughöhe Null

Am 3.September.2011 schrieb elmar in Draussen, Inneres, Unterwegs 1 Comment »

Kennt ihr den Moment, wenn ihr dasitzt, nachdenkt und euch nichts sehnlicher wünscht, als die Antwort auf alle Fragen zu bekommen, die universelle Einsicht, die alles erklärt und Euch sagt, warum ihr und die Welt um Euch herum so ist, wie sie ist?

Das Leben beginnt, sich langsamer zu drehen, so langsam, bis es fast zum Stillstand kommt. Wenn ihr genau hinhört, bemerkt ihr das Bremsgeräusch, gefolgt von erwartungsvoller Stille. Ihr steht da, ein wenig ungläubig, und blickt auf den Boden des Daseins, befreit von all den Nebensächlichkeiten, vom täglichen Lärm der vielen Verführer, die uns für Geld jene Lücken füllen wollen, welche wir selbst erst definiert haben.

Es ist wie einen großen Schritt zurücktreten, wie die rote Pille, wie Abheben für einen Blick von oben auf das Tal der Tränen, in dem wir uns täglich Fragen stellen, deren unterbewusst erahnte Antwort wir eigentlich gar nicht wissen wollen. Diejenigen, die eben noch neben uns standen, werden zu Figuren in einem Spiel, das niemand erfunden hat, dessen Regeln wir nicht genau kennen, das uns in seiner Erbarmungslosigkeit aber mitunter den Atem raubt und den Blick in dichte Wolken hüllt.

In diesem Moment jedoch lassen sie nach, die Schmerzen, die Fragen, die Ungewissheiten, ziehen sich zurück in ihre Höhle wie eine Moräne in ihr Loch, wachsam, aber wartend. Das ist die Gelegenheit, den Blick schweifen zu lassen, hinzuschauen, zu beobachten, zu staunen. Denken spielt in diesem Moment keine Rolle, es wäre nur erneute Verfärbung und Interpretationsversuch. Es ist ein Gefühl wie „Sowas machen die Menschen?“, eine leichte bis mittelschwere Form von Ungläubigkeit, die aber nicht wertet, sondern nur schaut. Nicht verurteilt, sondern aufsaugt, was bisher so trefflich verborgen lag unter all den Schichten täglichen Mitspielens, Leidens und Freuens.

Hat man diese Distanz erst mal geschafft, wird plötzlich alles leicht, weil egal. „Und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein“. Das Leben mutiert zu einem Tilt Shift-Video, in der unzählige kleine Männchen scheinbar planlos herumwuseln in einer farblich übersättigten Welt mit miniaturisierten Gebäuden, Straßen und Schicksalen.

Und was hat das mit unserem eigenen Leben zu tun? Mit unserer Suche nach Erkenntnis, Bestätigung und der Weltformel? Genau hier findet sie einen Ruhepol, eine Stätte der Entspannung, vielleicht sogar des Friedens und Ziels. Weil wir sie gerade hier und jetzt hinter uns gelassen haben, unsere Ängste, Hoffnungen, Verzweiflungen und Verdammungen. Weil wir nicht mehr werten müssen noch bewertet werden, weil wir Wesen und Sein als das betrachten können, was es ist. Eine kleine Welt, sie sich oben, unten, links und rechts sofort in Unschärfe verliert, sobald sie aus dem Fokus gerät, Die gleichzeitig überall ist und nirgends.

Es kehrt eine Leere ein, doch es ist keine Leere der Unruhe, Verzweiflung, keine Leere, die aufgefüllt werden muss, sondern eine, die sich gerade darin wohlfühlt, leer und klar zu sein, wie verlassene Bahnsteige an einem frischen Spätsommermorgen. Das macht auch diejenigen unwichtig, die uns sonst in unserer täglichen Suche nach Erfüllung so beständig beschwätzen, die Heilsbringer aus Fernsehen, Kirchen und Konsum.

Ich fühle mich wohl in dieser Leere auf der Zugfahrt von Mainz nach Osnabrück, in dem Gefühl, dass all die Menschen um mich herum wie ich nur kleine Bausteine einer Matrix sind, die im Ganzen keiner überblickt und nie überblickt hat (schon aus diesem Satz lässt sich mein Glaubensstatus ablesen). Ich kann sie vorbehaltlos lieben, ignorieren, hassen, verehren, nachahmen oder ich kann es auch einfach lassen und ihnen nichts mehr vor- hinterher- oder nachtragen. Das macht das Leben auf angenehme Art und Weise leichter, weil ich plötzlich nicht mehr abgelenkt bin durch die vielen kleinen Vorurteilchen und Mißgünstigkeiten, Schubladen und Unwohlfühleinheiten, die mich sonst beim Kontakt mit Menschen in diesem komischen realen Leben mitunter plagen. Nein, ich kann ihnen ins Gesicht schauen, lächeln, ihnen die Tür aufhalten und bin doch nur ein Beobachter ihrer mitunter unbeholfenen Versuche, in dem, was sie für Realität halten, klarzukommen.

Vielleicht, ja, wahrscheinlich, muss ich irgendwann wieder runter von dieser Wolke, wieder zurück in das irdische Leben, die Matrix, den Alltag, die üblichen verdächtigen Handlungen und Begehrlichkeiten. Ich werde wieder erschrecken, die Luft anhalten, lachen, fluchen, verurteilen, wollen, weigern. Doch für den Moment einer Zugfahrt, dieses Tages und womöglich ein paar weiterer Atemzüge mehr werde ich die Zeit auf der Wolke genießen.

Wenn es mich dann einst wieder sehnt, stehe ich halt früh morgens auf, stelle mich auf den Bahnsteig im Mainzer Hauptbahnhof, atme tief ein und lasse mich fallen.

(geschrieben auf der Zugfahrt von Mainz nach Osnabrück. Abfahrt Mainz 07:17 Uhr ;) )

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Ist das Leben scheisse?

Am 14.August.2011 schrieb elmar in Gesellschaft, Inneres, Positives, Zeitgeist 2 Comments »

Ich las eben Deinen Blogpost, Leon, mit dem schlichten Titel “Das Leben ist scheisse”. Knapp, hart und kompromisslos. So jedenfalls die Überschrift. Im Text führst du zwei Beispiele an: Das des kleinen Arbeiters/Angestellten, der ein Leben lang für wenig Kohle ackert. Und den studierten Schaffer, der vor lauter Maloche seine Kinder nicht sieht und mit dem dem verdienten Geld seiner Familie ein sorgenfreies (?) Leben bereitet, von dem er selber aber nichts mitkriegt.

“Das sind die Optionen” schreibst du (zumindest, wenn man Familie will) und ich muß lange überlegen, ob es stimmt, ob du recht hast, ob da wirklich nichts mehr ist sonst. Ich zähle ja eigentlich nicht, denn ich habe keine Familie und kann mir daher Freiheiten erlauben (sowohl zeitlich als auch finanziell), die Familienväter und -mütter nicht haben. Aber wie ist es in meinem Umfeld… da gibt’s doch genug Familien, was ist mit denen?

Ich tue mich schwer, überlege, suche und da… fällt mir eine Familie ein, die… ach ne, doch nicht. Ist es wirklich so schwer? Ich denke an die vielen Leute, die ich kenne, welchen Kontakt sie zu ihren Eltern haben, wie “sichtbar” diese Eltern für sie (und mich) sind oder ob diese auch zu den unsichtbaren Nach-14-Stunden-ins-Bett-Fallen-Eltern gehören.

Kurz bevor ich den Verstand verliere, finde ich sie dann doch, näher als ich dachte. An meinem Arbeitsplatz, wo mein Kollege 4 anstatt 5 Tage pro Woche arbeitet und jeden Freitag für seinen Sohn (und die vor kurzem geborene Tochter) da ist. Bei einem Treffen vor drei Wochen, wo ich einen Familienvater kennengelernt habe, der oft und begeistert von seinen Kindern erzählt und dem ich sofort abnehme, dass er seinen Kleinen ein toller Vater ist. Und bei einem sehr guten Freund aus Hamburg, der sich eine Auszeit genommen hat, um wieder vom Arbeitstrip (den er durchaus gehabt hat als Projektleiter) runterzukommen.

Vielleicht sind das ein paar Tropfen auf viel heiße Steine, aber sie machen mir Mut. Und zeigen mir, dass es geht, dass es funktionieren kann, dass es kein Gesetz gibt, welches einen verpflichtet, in einer der beiden von Dir genannten Gruppen zu verfallen. Aber es setzt voraus: Ein Bewusstsein, bewusst zu sein. Sich nicht der täglichen Dröhnung Arbeit oder RTL hinzugeben. Sondern wach zu bleiben, zu hinterfragen, zu zweifeln. Und zu lieben. Hier und Jetzt.

Medien und Konsumtempel wollen uns suggerieren, wie wir zu sein haben. Schaffen, Anschaffen, uns verhuren für den nächsten Luxus, der uns doch nur wieder Arbeits- und damit Lebenszeit kostet. Und wenn wir dann mal ausgepowert nach Hause kommen, halten sie auch gleich die Betäubungsspritzen in 16:9 bereit.

Ja, ich weiß, ich habe gut reden, bin ja selber den schönen Apfel-Dingen im Leben nicht abgeneigt. Aber darüber hinaus sind wohl die größten Ausgaben jene, die ich tätige, um Menschen zu sehen. Menschen, die mir wichtig sind. Ich sehe so gut wie nie fern, aber habe oft und viel Kontakt zu anderen Menschen, sei es in sozialen Netzwerken (woher wir uns ja schliesslich auch kennen) oder im realen Leben.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg durchaus reproduzierbar ist. Für jeden, der wach durch die Welt geht und die Oberhand behält über die Prioritäten, die er selbst setzen kann und will. Ein gewisser Konfuzius sagte wohl mal (meine Freund können das Zitat schon nicht mehr hören ;) ):

  • Gib mir die Gelassenheit, die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann.
  • Gib mir die Kraft, jene Dinge zu ändern, die ich tatsächlich ändern kann und
  • Gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Auch, wenn gerade der dritte Punkt manchmal schwerfällt und wenn es Momente gibt, wo ich Deinen Worten nur allzu gerne zustimme, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es doch immer wieder funktionieren kann.

Vielen Dank, Leon, für die Anregung durch Deinen Post. Der mir doch einmal mehr gezeigt hat, wie viele Menschen das “nah dran” schon überschritten haben und versunken sind, während wir uns jeden Tag wieder daran erinnern sollten, wie wir den Kopf über Wasser halten können. Irgendwann werden die Schwimmbewegungen automatisch und es macht vielleicht sogar Spaß.

Danke.


Korrektur: Das “Gelassenheitsgebet” stammt offensichtlich nicht von Konfuzius (wie ich immer dachte und gerne zitiert wird), sondern von Reinhold Niebuhr. Danke an @wunderfitzig für den Hinweis. :)

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50 Fakten über mich.

Am 16.Juni.2011 schrieb elmar in Freundschaft(en), Inneres, Mac, Positives, Unterwegs 6 Comments »

  1. Mein Lieblingsgemüse ist Brokkoli.
  2. Ich habe zwei Studiengänge geschmissen, einen nach zwei und einen nach 3 Semestern.
  3. (geändert) Heute arbeite ich als “Systemarchitekt Virtualisierung” bei Lufthansa Systems.
  4. Ich habe die achte Klasse wiederholt.
  5. Das Knistern von Chipstüten wie auch einige andere Geräusche machen mich aggressiv.
  6. Ich habe zweimal in meinem Leben mein Hobby zum Beruf gemacht (Rettungsdienst und IT).
  7. Mit 12 habe ich im Bahnhof Frankfurt-Höchst mal einige Stunden lang die Zugansagen gemacht. “Bitte Vorsicht auf Gleis 3…”.
  8. Ich habe Heuschnupfen und allergisches Asthma, seit ich 4 bin.
  9. In der 6. und 7. Klasse wurde ich wegen meines Körpergewichts ziemlich gemobbt.
  10. Der Tag der Bundesjugendspiele war für mich der schrecklichste Schultag des Jahres.
  11. (geändert) Ich habe seit einigen Jahren einen Tinitus.
  12. Ich hatte in meinem 12 qm-Zimmer bei meinen Eltern zeitweise bis zu 35 (auch große) Pflanzen.
  13. Im selben Zimmer hatte ich eine selbsgebaute Voliere mit 6 Wellensittichen.
  14. Ich bin trotz Höhenangst eine fast 30 Meter hohe Drehleiter (DL30) bis zum Ende hochgeklettert.
  15. Ich bin die ersten 25 Jahre meines Lebens mit Hunden aufgewachsen.
  16. Für mich ist Weinen ein sehr befreiendes Gefühl. Auch, wenn es recht selten vorkommt.
  17. Ich spiele Klavier und Gitarre, hatte aber lediglich 2 Jahre Heimorgel- und niemals Gitarrenunterricht.
  18. Ich bin ein Einzelkind, habe mir aber nie wirklich die Frage gestellt, ob ich lieber mit einem Bruder aufgewachsen wäre oder nicht.
  19. Schon mit 11 Jahren habe ich alleine meine Mutter in unserem Schnellimbiss vertreten.
  20. Ich hatte in Sport nur ein einziges Mal im Zeugnis eine 1 und zwar im Abschlußjahr.
  21. Ich habe zwei Mal in meinem Leben eine Muschel probiert. Mit 10 und nochmal 10 Jahre später. Ich hab’ beide nicht runterbekommen.
  22. Heute bedeuten mir Freundschaften mehr als Verliebtsein.
  23. 3 Monate vor dem Abi hatte ich einen schweren Unfall, der einiges in meinem Leben verändert hat.
  24. Ich habe noch nie jemand absischtlich mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
  25. Ich verschlucke mich immer mal wieder heftig, sogar an meinem eigenen Speichel.
  26. Ich liebe Zug fahren.
  27. Ich habe recht hohe Ansprüche an mich selbst.
  28. (geändert) Ich esse, wenn ich alleine bin, fast immer vor dem Mac.
  29. Ich hatte in meinem Leben 3 Motorräder, bevor ich mir vor ein paar Jahren zum ersten Mal ein Auto kaufte.
  30. Ich war noch nie im Fernsehen. Ich war einmal im Fernsehen, nämlich im Offenen Kanal Frankfurt/Offenbach mit einer 45-minütigen Kultur-Satire-Sendung zusammen mit @AufSendung.
  31. Mein schlechtestes Halbjahreszeugnis hat einen Schnitt von 4,3.
  32. Dafür steht in meiner Abiturnote vor dem Komma eine 1.
  33. Twitter hat meine soziales Leben und Kontakte vollkommen umgekrempelt.
  34. Ich habe von 2008 bis 2010 in Budapest gelebt.
  35. Ich fahre lieber bei 15° Inliner als bei 35° am Strand zu liegen.
  36. Ich bin mit 16 aus der Kirche ausgetreten.
  37. Ich bin Jahressieger 2006 der Lufthansa Fotoclubs, Sparte “Color”
  38. Ich habe viel zu viel Zeug in meiner Wohnung und will schon seit Ewigkeiten mal richtig ausmisten.
  39. Ich fotografiere gern und einigermassen gut, bin dabei aber auch sehr kritisch und bewundere viele Arbeiten anderer.
  40. Meine Lieblingsreiseländer sind (neben Deutschland) Norwegen, Schweiz und die USA.
  41. Ich habe nach dem Auszug zu Hause den Großteil meines Lebens in WGs gewohnt.
  42. Das Gefühl, ungerecht behandelt oder mißverstanden zu werden, macht mich wahnsinnig.
  43. Ich lebte 7 Jahre in einer Beziehung.
  44. Im Alter von 11 bis 15 war ich sehr großer Eisenbahnfan.
  45. Mit 13/14 habe ich oft um 17 Uhr die Kneipe meiner Eltern aufgemacht und alleine geführt, bis sie 1-2 Stunden später dazukamen. Ich habe sehr viel in der Kneipe mitgeholfen und es hat mir immer großen Spaß gemacht.
  46. Bevor ich 2006 zum Apple Fanboy mutierte, war ich 1997-2001 schon einmal Mac User, stieg dann aber wieder auf Windows (XP) um.
  47. Mein erstes Modem hatte 2400 bps Daten- und 9600 bps Fax-Geschwindigkeit.
  48. Die bedeutenste LP meiner Jugend ist “Dark Side Of The Moon” von Pink Floyd.
  49. Mein uralter Nick “Lazertis” stammt aus dem Hörspiel “Das Jahr Lazertis” von Günther Eich.
  50. Ich war noch nie auf dem Mond.
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Wehtun

Am 10.Juli.2008 schrieb elmar in Ausgekotzt, Freundschaft(en), Inneres, Zweifel 1 Comment »

Menschen tun sich weh. Das scheint so alt zu sein wie die Menschheit selbst. Vielleicht haben sich ja die Aminosäuren in der Ursuppe schon Schmerzen zugefügt, sich gegenseitig ein paar Moleküle gemopst und alles nach links gedreht.

Der Mensch als vollkommnisiertes Aminosäuren-Bündel hat da noch ganz andere Techniken. Das schlimmste daran: Vieles geschieht unbewusst. Und wer ohne böse Absicht handelt, dem möchte man doch nicht gleich die Faust der Vergeltung ins Gesicht knallen. Wenn eine solche überhaupt zur Verfügung steht.

Denn: Das gefährliche ist vor allem die Einseitigkeit. Einer sagt “Ich will”, der andere sagt “Nö”. Enttäuschung. Noch besser: Der eine sagt “Ich will, in einer Woche”, der andere “Okay”. Nach 6 Tagen dann sagt der andere “Nö, jetzt will ich doch nicht”. Ob nun mit Ätsch oder ohne, nach den 6 Tagen voller Vorfreude folgt der Fall. Und nichts läßt sich dagegen tun. Überzeugungsversuche, Wehklagen, Verdrängung… nichts hilft.

Es ist wie das Hereinfallen auf sich selbst. Mensch hat gefragt, wurde bejaht, hat sich gefreut. Hat vorbereitet, sich ausgemalt, noch mehr gefreut. Hat erwartet. Und bekommt den Amboß mitten ins Gesicht.

Same procedure as last year?

Es wird immer wieder passieren, aber warum verdammt nochmal muss es jedesmal erneut wehtun? Warum lassen wir uns, ich mich, darauf ein? Warum erwarte ich? Gibt es keine Möglichkeit der Erfüllung ohne dieses zerstörungsgefährdete Zwischenstadium, ohne dieses Ansammeln von Frustrationspotenzial?

Lieber nicht existierender Gott, bitte schaff die Erwartung ab. Und wenn Du gerade dabei bist, beseitige das “Nein” gleich mit. Wenn ich etwas möchte und mein Gegenüber antwortet mit “Nein”, lass Frage, Antwort und gleich das gesamte Begehren verschwinden, als hätte es nie existiert.

Oder mach mich egal. Gib mir einen Panzer, der mich kalt macht, der jedes Gefühl der Enttäuschung unterbindet. Der aber trotzdem Positives zuläßt. Lasse mich ernten, ohne zu säen, bekommen, ohne zu fragen, erfüllt werden ohne zu erwarten.

Wie, das geht nicht?

Leck mich.

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Von der Unmöglichkeit zu helfen

Am 14.April.2007 schrieb elmar in Ausgekotzt, Freundschaft(en), Gesellschaft, Inneres, Zweifel Keine Kommentare »

Ein Paradebeispiel: Ein Freund erzählt mir, er kenne da jemanden, der bei diesem oder jenem Hilfe bräuchte, ob derjenige sich mal bei mir melden und ich helfen könne. Ich sage zu und tue dies auch gerne. Ich freue mich, helfen zu können, nützlich zu sein, gebraucht zu werden, doch dann: Nichts. Keine Reaktion, kein Anruf. Mehrmaliges Nachhaken. Dabei bleibt es dann, irgendwann habe ich keine Lust mehr, fühle mich verarscht.
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Kein Herz für Rinder

Am 14.April.2007 schrieb elmar in Gesellschaft, Inneres, PC Keine Kommentare »

Soll ich Euch mal sagen, was mir wirklich nah geht…? Die ganzen Unfälle mit Rindern. Erst jetzt wieder ein Bus in der Türkei verunglückt, 30 Tote, davon die meisten Rinder. Hach, und da haben sie noch das ganze Leben vor sich…

Und dann erst die Rinderpornografie. Das Netz ist voll davon, kaum klickst Du auf einen Link, denkst, es sind irgendwelche Nachrichten und schon siehst Du Rinder in verfänglicher Position. Schlimm das!

Das einzige, was dann noch tröstet, ist etwas Süßes. Die Welt sieht schon wieder besser aus nach einem Stück Rinderschokolade. Wenn ich dann noch an dieses fanstastische Lied denke (“Rinder an die Macht”), dann möchte ich aufspringen und laut ausrufen, ja, so ist es, lasst uns einstimmen in ein paar Rinderlieder und für eine bessere Welt kämpfen!

Nun wird’s aber Zeit, die eingefahrenen Fahrwasser zu verlassen, los, runter von diesem Boot und mit einem Sprung hinein in die neue Welt. Rettet Euch! Sauen und Rinder zuerst!

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Putzige Pieps und andere Nebensächlichkeiten

Am 30.März.2007 schrieb elmar in Draussen, Gesellschaft, Inneres, Lästereien, PC, TV, Zeitgeist Keine Kommentare »

Gestern eine Doku gesehen: “Frankfurts junge Diebe”. Über Gruppen von Kindern, die Tag für Tag durch Frankfurt und andere Städte ziehen, nach immer der gleichen Masche Wohnungtüren aufbrechen und mit Vorliebe kleine, unscheinbar zu transportierende Gegenstände (Schmuck, Geld) mitgehen lasssen.
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Versalzen

Am 14.März.2007 schrieb elmar in Gesellschaft, Inneres, Zeitgeist, Zweifel Keine Kommentare »

Da kocht jemand das Gericht das Jahrhunderts, mit edelsten Zutaten und viel Liebe zubereitet. Dann kommt eine Prise Salz zu viel daher und macht alles zunichte. Oder das Springbrunnen-Prinzip. Tausende Liter Wasser und eine kleine Menge Kaliumpermanganat oder Shampoo reicht, alles einzufärben oder einzuschäumen. Das sauberste Hemd verliert seine Wirkung, wenn der gemeine Fleck es für alle sichtbar verunstaltet.
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Das Ende der Scheibe

Am 21.Februar.2007 schrieb elmar in Draussen, Gesellschaft, Inneres, Zweifel Keine Kommentare »

Die Erde ist rund.
Wirklich?
Woher weiss ich das?
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Valentin

Am 14.Februar.2007 schrieb elmar in Inneres, PC Keine Kommentare »

Zu diesem wunderschönen Tag der Zärtlichkeit und Liebe wünsche ich Euch alles, alles nur erdenklich Gute, unendliches Glück und selige Zufriedenheit, lebenslange Gesundheit und daß sich all Eure Träume und Wünsche erfüllen mögen. Gedenket auch der lieben unschuldigen Kinder und der Vögelchen in den Zweigen, lasst uns ein Bäumlein pflanzen, die prachtvollen Früchte der Zukunft zu tragen, in einer Erde, auf welcher eines Tages alle Menschen in Frieden und Glückseligkeit vereint sind.

Okay? Genug?

Dann lasst mich jetzt in Ruhe den Finger in den Hals stecken.

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Stau

Am 11.Februar.2007 schrieb elmar in Inneres, Zweifel Keine Kommentare »

Wer erwartet, wird enttäuscht.
Wer hat, verliert.
Wer begehrt, verbrennt.
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Do kommt, Engelchen geht

Am 21.Oktober.2006 schrieb elmar in Inneres, Zweifel Keine Kommentare »

Vorgestern kommt die Do 24 nach Frankfurt, landet gar auf dem Main, mitten in der Stadt. Gestern stirbt einer meiner Vögel. So dicht liegen – kosmisch gesehen – eindrucksvolle und tragische Ereignisse beinander.
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